Die frühere Nationalspielerin Nadine Keßler ist heiße Kandidatin, beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) einen Teil des Erbes des zurückgetretenen Oliver Bierhoff antreten.
Die Münchner Abendzeitung (AZ) berichtete am Donnerstag, dass Keßler Geschäftsführerin im Bereich Akademie und Nationalmannschaft werden soll. Die Gespräche zwischen Keßler und Verbandsführung bereits weit fortgeschritten, demnach würden derzeit die Verträge ausgearbeitet.
Der DFB hat hierauf mittlerweile reagiert und relativiert.
Keßler als Bierhoff-Erbin? DFB: „Wir reden mit ihr“
„Wir reden mit ihr, stehen aber nicht vor einer Vertragsunterschrift“, zitiert die Nachrichtenagentur SID den Verband: „Wir sprechen auch noch mit anderen Kandidaten.“ Es sei „noch ein Weg zu gehen“.
Die 35 Jahre alte Keßler ist aktuell noch für die Europäische Fußball-Union (UEFA) tätig. Aufgrund anhaltender Knieprobleme hatte die Europameisterin von 2013 und Weltfußballerin von 2014 ihre aktive Karriere im Jahr 2016 beendet.
Bierhoff war nach dem Fiasko bei der WM in Katar von seinem Posten zurückgetreten, dort war die Nationalmannschaft beim zweiten Mal nacheinander bereits in der WM-Vorrunde gescheitert. Den öffentlichkeitswirksamen Job als Direktor der Nationalmannschaft der Männer übernahm danach Rudi Völler.