Mit einem neuen Format sollte der italienische Supercup vom 21. Bis 25. Januar 2024 im saudi-arabischen Dschidda über die Bühne gehen – doch mittlerweile ist er zu einem Politikum geworden.

Vier Mannschaften haben sich eigentlich für die „Supercoppa“ qualifiziert: Der SSC Neapel als Serie-A-Sieger, Vize-Meister Inter Mailand, sowie die beiden Pokalfinalisten Florenz und Lazio.

Nun haben allerdings sowohl Napoli als auch die Fiorentina angekündigt, dass sie nach dem Krieg der Hamas gegen Israel nicht mehr an dem Mini-Turnier teilnehmen wollen. Inter und Lazio haben laut italienischer Medien dagegen offenbar keinerlei Bedenken.

„Nur Dummköpfe wollen nach Saudi-Arabien, um den Supercup zu spielen“, echauffierte sich Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis. „Haben Sie gesehen, was in Israel passiert? Es könnte eine Luftblockade über diese Gebiete verhängt werden. Und das alles nur, um ein paar Millionen mehr zu verdienen?“

Der Napoli-Chef machte im gleichen Atemzug einen Gegenvorschlag: „Machen wir es im Olimpico (Olympiastadion in Rom, d. R.)! Ich boykottiere das Format nicht, ich appelliere nur an die Vernunft.“