Beim FC Arsenal herrscht am ersten Tag des neuen Jahres Kater-Stimmung. Mit Silvester-Feierlichkeiten hat dies allerdings nichts zu tun – die Gunners gingen nach der zweiten Niederlage in Folge hart mit sich selbst ins Gericht.
Trainer Mikel Arteta bezeichnete das 1:2 gegen den FC Fulham zum Jahresabschluss als „das klar schlechteste Spiel der Saison“. Dass Sand im Getriebe ist, zeichnete sich schon während der Partie ab, als sich Mittelfeld-Star Declan Rice kurz vor dem Führungstreffer des Gegners durch Bobby Decordova-Reid ein hitziges Wortgefecht mit Teamkollege Gabriel lieferte.
Das britische Boulevard-Blatt The Sun schrieb – eingebettet in ein nettes Wortspiel mit dem Kultfilm Ice Age – gar von Rice Rage, also einem wütenden/rasenden/tobenden Rice.
Rice, der im Sommer noch vom FC Bayern umworben wurde, hatte sich auch nach der Partie noch nicht beruhigt und machte seinem Unmut vor den versammelten Journalisten Luft.
Rice fordert mehr Mentalität
„Wir haben die Fans enttäuscht und uns selbst enttäuscht. Wir müssen mehr Kontrolle übernehmen. Wir müssen mehr Selbstvertrauen haben, mehr Lust, die Mentalität muss besser sein“, schimpfte der englische Nationalspieler.
Auf den Zoff mit Gabriel ging er nicht ein, sagte aber: „Wir müssen gegenseitig mehr voneinander verlangen.“ In der Premier League gebe es keinen Platz für Fehler.
Arsenal hat drei seiner letzten fünf Ligaspiele verloren, in der Tabelle ist der Titelkandidat auf Rang vier abgerutscht. Trotzdem befindet sich der Klub aus London weiter in Schlagdistanz zur Spitze. Und das Ziel bleibt auch für Rice trotz seiner harschen Worte klar: „Wir waren im vergangenen Jahr nah dran. Dieses Jahr wollen wir die Liga gewinnen.“