Die Situation von Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen beim FC Barcelona hat sich nach der Verpflichtung von Joan Garcia weiter verschärft.

Mit dem Neuzugang von Espanyol und Wojciech Szczesny hat ter Stegen nun gleich zwei ernsthafte Konkurrenten im Kampf um die Nummer 1.

Marc-André ter Stegen spielt seit 2014 für den FC Barcelona
Marc-André ter Stegen spielt seit 2014 für den FC BarcelonaMarc-André ter Stegen spielt seit 2014 für den FC Barcelona

Zu einem klärenden Gespräch mit Trainer Hansi Flick, wie der in der kommenden Saison die Hierarchie im Tor der Katalanen sieht, kam es jedoch bislang offenbar noch nicht.

Wie Mundo Deportivo berichtet, liegt das allerdings nur daran, dass der Stammkeeper der deutschen Nationalmannschaft derzeit im Urlaub weilt.

Zeitung zieht Vergleich zu Lewandowski

Flick, so heißt es, wolle die Regeln im Fußball einhalten und „ter Stegen nicht in dessen Urlaub stören oder ihn anrufen“. Das Blatt zieht in dem Zusammenhang einen Vergleich mit einem anderen Barca-Spieler.

Polens nun ehemaliger Nationaltrainer Michael Probierz habe Robert Lewandowski in dessen Freizeit angerufen, um ihm mitzuteilen, dass er ihm die Kapitänsbinde abnehmen werde. Daraufhin erklärte der Stürmer, unter Probierz nie wieder spielen zu wollen.

Auch ter Stegen ist offiziell (noch) Kapitän des FC Barcelona. Bei ihm geht es aber um mehr als nur darum, ob er die Binde behalten darf.

Sollte sich Flick entscheiden, seinen Landsmann auch in der kommenden Saison nur als Ersatztorhüter einzuplanen, hätte das ernsthafte Konsequenzen für den 33-Jährigen.

Ter Stegen plant wohl keinen Vereinswechsel

Schließlich hat er sich nach Jahren im Wartestand endlich als Nummer 1 im DFB-Team etabliert. Eine Reservistenrolle in Barcelona und einem damit einhergehenden Mangel an Spielpraxis dürfte den gerade erst erkämpften Stammplatz wieder gehörig ins Wanken bringen.

Glaubt man dem Medienbericht aus Spanien, ist ter Stegen aber nach wie vor felsenfest davon überzeugt, auch in Barcelona in der nächsten Spielzeit im Tor zu stehen.

Er werde sich „keine Angebote anhören“, wird vermeldet. Und: „Er hat nichts anderes im Kopf, als darauf hinzuarbeiten, in der nächsten Saison Stammtorhüter zu werden.“