Unter Álvaro Arbeloa steuert Real Madrid aktuell auf die erste titellose Saison seit fünf Jahren zu: In der Liga ist der FC Barcelona enteilt, in der Champions League droht das Aus gegen den FC Bayern und im Pokal ist man schon lange ausgeschieden.
Kein Wunder, dass bei dieser Zwischenbilanz die Kritik am Trainer lauter wird – und mögliche Nachfolger bereits gehandelt werden. Einer davon ist Didier Deschamps.
Wie RMC Sports berichtete, soll der Trainer der französischen Nationalmannschaft auf der Shortlist von Real-Boss Florentino Pérez stehen, um den bislang glücklosen Arbeloa zu beerben.
Der 57-Jährige gibt nach der WM im Sommer sein Amt bei der „Équipe tricolore“ ab – 14 Jahre war Deschamps Nationaltrainer und gewann mit Frankreich die WM 2018 sowie die Nations League drei Jahre später.
Seit dem Abgang von Carlo Ancelotti sucht Madrid den passenden Mann an der Seitenlinie. Arbeloa beerbte im Januar Leverkusens Meistertrainer Xabi Alonso. Dieser musste auch wegen interner Querelen nach nur wenigen Monaten seine Koffer wieder packen.
Real Madrid: Das würde für Deschamps sprechen
Deschamps gilt als sehr erfahren im Umgang mit Superstars. Als französischer Nationaltrainer bewies er über die Jahre eindrucksvoll, dass Menschenführung eine seiner großen Stärken ist. In Madrid würde er unter anderem auf Kylian Mbappé treffen, das Verhältnis der beiden gilt als äußerst harmonisch. Deschamps spricht zudem Spanisch, was ein zusätzlicher Vorteil wäre.
Deschamps selbst will über seine Zukunft noch nicht sprechen und konzentriert sich auf sein letztes großes Turnier mit „Les Bleus“. Bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften führte Deschamps seine Mannschaft jeweils bis ins Finale, nun soll es ein drittes Mal gelingen.
Nach der WM läuft Deschamps‘ Vertrag aus – sein Nachfolger soll ausgerechnet der ehemalige Real-Coach Zinedine Zidane werden.