Die iranische Delegation hat ihre Teilnahme am FIFA-Kongress in Vancouver abgesagt. Grund dafür sei eine „Beleidigung“ durch einen Polizisten bei ihrer Ankunft am Flughafen Toronto, wie der iranische Verband in einer Erklärung mitteilte, aus der iranische Medien zitieren.
Verbandspräsident Mehdi Taj und zwei weitere Mitarbeiter, die mit offiziellen Visa eingereist waren, seien „aufgrund des unangemessenen Verhaltens der Einwanderungsbeamten am Flughafen und der Beleidigung eines der ehrenwertesten Organe der iranischen Streitkräfte mit dem nächstmöglichen Flug in die Türkei zurückgekehrt“, hieß es in der Erklärung.
Medienberichten zufolge sei Taj trotz eines gültigen Visums die Einreise verwehrt worden. Der Verbandspräsident hat eine Vergangenheit im Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden. Diese werden von Kanada als terroristische Organisation eingestuft. In der Erklärung des iranischen Verbandes gab es zu den Hintergründen keine Angaben.
In Vancouver soll am Donnerstag der Kongress des Weltverbandes FIFA beginnen. Laut FIFA-Präsident Gianni Infantino stellt sich die Frage, ob der Iran trotz des Krieges bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada teilnimmt, nicht. Auch US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert.
Die Behörde Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) betonte in einer Stellungnahme, dass sie wegen der Persönlichkeitsrechte keine Informationen zu Einzelfällen nennen könne, aber betonte: „Mitglieder der Revolutionsgarden sind in Kanada nicht einreiseberechtigt.“