Vor dem Berliner Stadtderby zwischen Union Berlin und Hertha BSC, am Samstag (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER ) spricht Herthas Mittelfeld-Dirigent Suat Serdar im Interview mit SPORT1 über seine neue Rolle in der Mannschaft, den Gegner und die Entwicklung des Vereins.
SPORT1: Herr Serdar, Sie sind nach Ihrem Wechsel unter Pál Dárdai die neue Schaltzentrale im Berliner Mittelfeld. Sind Sie zufrieden mit Ihrer Rolle?
Suat Serdar: Ja, definitiv. Ich fühle mich sehr wohl hier in Berlin, sowohl beim Verein als auch in der Stadt. Das Trainerteam setzt auf mich und schenkt mir viel Vertrauen. Ich wollte Verantwortung übernehmen und vorangehen. Ich hoffe, das hat man bis hierhin im Spiel auch schon gesehen. Das ist auch mein Ziel für die Zukunft. Ich bin momentan sehr glücklich.
SPORT1: Sehen Sie die Hertha noch im Umbruch?
Serdar: Fredi Bobic kam hierher, um viel zu verändern. Es sind viele neue Spieler dazugekommen auch in der Führungsetage hat sich viel getan. Das braucht seine Zeit. Wir als Mannschaft versuchen als Einheit aufzutreten, gemeinsam zu kämpfen und ich finde, dass hat man in den letzten Spielen auch gesehen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
Suat Serdar: „Es gibt nur die Hertha“
SPORT1: Am Wochenende steht das Stadtderby bei Union Berlin an. Kribbelt es schon?
Serdar: Auf jeden Fall. Es ist mein erstes Berliner Derby, darauf freue ich mich sehr. Ich bin bereit, für die Hertha zu kämpfen.
SPORT1: Ist Berlin groß genug für zwei Top-Teams?
Serdar: Für mich gibt es nur Hertha.
SPORT1: Es schien zuletzt so, als wäre Union etwas an der Hertha vorbeigezogen, auch was das internationale Geschäft angeht.
Serdar: Das sehe ich nicht so. Union spielt zugegeben guten Fußball und kämpft als Team zusammen. Aber das tun wir auch. Wenn wir das weiter so machen, dann haben wir auf jeden Fall gute Chancen im Derby.
SPORT1: Wie bewerten Sie die Entwicklung von Union Berlin vom Aufsteiger zum Conference-League-Teilnehmer?
Serdar: Sie machen gute Arbeit, das ist schon nicht verkehrt. Sie haben sich etabliert in der Bundesliga. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen.
SPORT1: Union spielt international und steht auch in der Tabelle momentan vor der Hertha. Ist Ihre Mannschaft der Rolle des Herausforderers?
Serdar: Nein, das sehe ich nicht so. Es wird ein ausgeglichenes Duell sein. Es ist ein Derby, da zählt weder die Platzierung noch ob man international dabei ist. Es kommt darauf an, ob man an dem Tag da ist und dass man kämpft für seinen Verein.(DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Suat Serdar über das Derby und den DFB
SPORT1: In der ersten Liga konnte die Hertha noch nie an der Alten Försterei gewinnen. Spielt so eine Statistik eine Rolle für Sie?
Serdar: Ich wusste es nicht, aber dann wird es am Samstag Zeit. Wir wollen auf jeden Fall alles dafür tun, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.
SPORT1: Was ist ihr Ziel in diesem Jahr mit der Hertha?
Serdar: Dass wir eine bessere Saison spielen als im letzten Jahr und dass wir die Fans wieder in unser Stadion holen und begeistern. Ich möchte der Mannschaft dabei so gut wie möglich helfen. Was am Ende dabei rausspringt, wird man dann sehen.
SPORT1: Die Liga kommt nun aus der Länderspielpause. Machen Sie sich Hoffnungen auf ein Comeback für Deutschland und hatten Sie schon Kontakt zu Hansi Flick?
Serdar: Kontakt hatte ich bisher nur mit Co-Trainer Marcus Sorg. Für jeden ist es eine Ehre, für Deutschland zu spielen. Das ist bei mir nicht anders. Dafür arbeite ich hier im Verein. Am Ende liegt es an mir, ob ich meine Leistung zeige oder nicht.(NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Alles zur Bundesliga bei SPORT1:
- Alle Bundesliga News
- Spielplan & Ergebnisse der Bundesliga
- Bundesliga Liveticker
- Tabelle der Bundesliga
- Bundesliga Highlight-Videos
- Statistiken der Bundesliga