Der Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern schlug im Jahr 2013 wie ein Blitz in der Bundesliga-Landschaft ein.

Nicht nur, weil der deutsche Rekordmeister sich mit dem späteren Weltmeister eines der größten Talente von Erzrivale Borussia Dortmund gesichert hatte. Sondern auch, weil dem Deal nicht – wie heute fast schon üblich – monatelange Gerüchte und Spekulationen vorausgegangen waren. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Die Verkündung kam für viele fast schon überraschend. Was auch an dem Kniespezialisten Ulrich Boenisch liegt.

In dessen Klinik war einst der Medizincheck absolviert worden, der einem jeden Wechsel vorausgehen muss. Unbemerkt von den Medien. „Das ist wohl nach so vielen Jahren ein offenes Geheimnis geworden“, erklärte der Arzt nun im Interview mit der Augsburger Allgemeinen.

Bei Götze herrschte „höchste Alarmstufe“

Diskretion wird bei Boenisch groß geschrieben. Einen Aufwand wie bei Götze musste der auch bei vielen Sportlern hoch angesehene Facharzt aber nie zuvor betreiben. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Wenn er im Umfeld von Bayern München untersucht worden wäre, wäre alles aufgeflogen“, berichtete Boenisch: „Es war ja ein Transfer-Hammer damals. Als er bei uns untersucht wurde, herrschte höchste Alarmstufe. Wir haben Mützen verteilt, Hintereingänge benutzt, Diskretion pur.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Zwei Stunden lange habe man in der Praxis „dafür alles blockiert. Es war ein tolles Erlebnis, auch weil er ein sympathischer, höflicher Kerl ist.“

Die Geheimmission war ein Erfolg, dem bahnbrechenden Wechsel stand nichts mehr im Wege.

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