SPORT1-Experte Stefan Effenberg ist der Meinung, dass Joshua Kimmich nicht in allen Belangen ein gutes Vorbild sein muss, um eines Tages Kapitän zu werden.

„Wenn Kimmich Leistung bringt, kann er weiterhin Kapitän werden. Das ist sicher auch wichtiger als die Vorbildfunktion“, prognostizierte Effenberg in seiner aktuellen Kolumne für t-online.

Er selbst habe auch nicht immer alles richtig gemacht und sei auch nicht in jeder Situation ein gutes Vorbild gewesen. Dennoch war sein Team erfolgreich. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Effenberg: Kimmich wird sich aus der Lage befreien

„Wäre ich kein guter Kapitän gewesen, hätten wir 2001 nicht die Champions League gewonnen“, meinte Effenberg.

Nichtsdestotrotz habe Kimmich nach der Impfdebatte der vergangenen Wochen einen Imageverlust erlitten.

„Und der wirft die Frage auf, ob er sich davon wieder erholt. Schließlich galt Kimmich für Fußball-Deutschland und auch mich immer als künftiger Kapitän der Nationalmannschaft und des FC Bayern“, erklärte der frühere Bayern-Kapitän.

Dennoch ist sich Effenberg sicher, dass dem 26 Jahre alten Mittelfeldspieler dieser Schritt gelingen wird: „Meine Meinung dazu ist, dass Kimmich sich in diese Lage gebracht hat – sich aber auch selbst wieder daraus befreien wird. Und das wünsche ich ihm auch. Zeit und Leistung – das sind die beiden Faktoren, die Kimmich helfen werden.“

Joshua Kimmich hat bestätigt, dass er sich gegen Corona impfen lassen will. Die grundsätzliche Kritik an seiner Unentschlossenheit versteht der Nationalspieler - allerdings verurteilt er die Belästigung seiner Familie.

Joshua Kimmich hat bestätigt, dass er sich gegen Corona impfen lassen will. Die grundsätzliche Kritik an seiner Unentschlossenheit versteht der Nationalspieler – allerdings verurteilt er die Belästigung seiner Familie.

Effenberg appelliert an Vereine

Der Fall Kimmich sei in jedem Fall ein mahnendes Beispiel für alle ungeimpften Spieler, sich nun dringend noch impfen zu lassen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Effenberg fordert: „Vereine dürfen mit diesen Erkenntnissen keine ungeimpften Spieler mehr unter Vertrag nehmen.“

Die Konsequenzen bei einer Infizierung seien dramatisch. „Sie können das Karriereende für einen Sportler bedeuten. Und für einen Verein entsprechend brutale Verluste“, warnt Effenberg.

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