Es war der wohl unrühmlichste Moment für den FC Bayern im Jahr 2021.

Die Eskalation zwischen Fans und Verantwortlichen der Münchner bei der Jahreshauptversammlung Ende November zeichnete für die Öffentlichkeit ein ungewöhnlich zerstrittenes Bild des sonst so harmonischen und erfolgsverwöhnten Rekordmeisters. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Ein Bild, das Uli Hoeneß, der am 5. Januar seinen 70. Geburtstag feiert, von seinem Herzensverein gerne verhindert hätte, wie er nun der Zeit verriet.

„Wenn das in Frankfurt passiert oder auf Schalke, hätte man früher gesagt: ‚Ja, schau sie an.‘ Und dann haben wir auf einmal dasselbe bei uns“, erklärte der langjährige Funktionär des FC Bayern.

Ein „Debakel“ sei es gewesen, was durch den Umstand noch verschlimmert wurde, dass die Jahreshauptversammlung auf diversen Kanälen übertragen wurde.

FC Bayern: Hoeneß hätte anders auf die Fan-Kritik reagiert

Häme und Kritik von allen Seiten ließen in der Folge nicht lange auf sich warten. Auch Hoeneß sprach kurz darauf von der „schlimmsten Veranstaltung“, die er je beim FC Bayern erlebt hätte.

Er selbst wäre dem Konflikt anders begegnet als die Vereinsverantwortlichen.

Ich hätte ihnen gleich zu Beginn der Versammlung gesagt: Der Vertrag mit Katar läuft noch bis Juli 2023. Wir haben ein Riesenproblem mit dieser Pandemie. Lasst uns doch gemeinsam Konzepte entwickeln, wie wir diese Zeit gut überstehen. Und wir versprechen euch im Gegenzug, dass wir den Vertrag mit Katar nicht verlängern, bevor wir nicht miteinander gesprochen haben“, so Hoeneß, der sich jüngst auch zum umstritten Katar-Sponsoring äußerte.

Immerhin: Diesen Dialog wolle man als Konsequenz der Ereignisse künftig stärken, wie der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Oliver Kahn, Ende des vergangenen Jahres ankündigte.

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