Vierte Saisonniederlage im siebten Spiel, Rückfall auf Platz 17 und nicht verklingender Wirbel um den ausgebooteten Max Kruse: Beim VfL Wolfsburg herrscht spürbare Reizstimmung.
Nach dem 0:2 (0:0) der „Wölfe“ bei Union Berlin haben sowohl Kapitän Maximilian Arnold als auch Trainer Niko Kovac mit bemerkenswerten Aussagen aufhorchen lassen – Kovac zur Einstellung und Qualität der Mannschaft, Arnold zum Thema Kruse.
„Jeder weiß auch um die nicht vorhandenen Qualitäten eines Max Kruse“
„Es geht nur darum, als würde der VfL Wolfsburg nur aus Max Kruse bestehen“, sagte Arnold bei der Pleite bei Union. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
„Jeder weiß um die Qualitäten eines Max Kruse“, sagte Arnold: „Jeder weiß auch um die nicht vorhandenen Qualitäten eines Max Kruse.“
Die Entscheidung von Trainer Kovac habe er nicht zu beurteilen. „Wir sollten das Thema mal ein bisschen runterfahren“, forderte der Mittelfeldspieler. Kovac ist derweil in Bezug auf seine Mannschaft auffällig deutlich geworden.
Niko Kovac wird auffällig deutlich
Nach der vierten Saisonniederlage im siebten Spiel und dem Rückfall auf Platz 17 hat ist derweil auch Kovac in Bezug auf seine Mannschaft auffällig deutlich geworden. „Wir sind einfach nicht bereit, die Basics, die man im Fußball braucht, an den Tag legen“, sagte der Trainer. Vom Tabellenführer Union könne man sich „eine Scheibe abschneiden“.
Sein Team, so Kovac, müsse eine andere Einstellung an den Tag legen: „Fußball ist nicht nur Hacke, Spitze, eins, zwei, drei. Fußball ist Arbeit“, sagte er – und spielte damit offensichtlich auch auf Stürmer Luca Waldschmidt an, der mit einem misslungenen Hackentrick das 0:1 mitverursachte.
„Fußball ist Arbeit, vor allem, wenn du in anderen Sachen Defizite hast und limitierter bist“, ergänzte Kovac und sagte auch: „Ich habe noch nie eine Mannschaft gesehen, die unten war und sich spielerisch aus dieser Situation gelöst hat. So kannst du kein Spiel gewinnen.“ Der frühere Bayern-Coach ließ deutlich durchblicken, dass er ein Qualitäts-Problem in der Mannschaft sieht: „Wir haben den Kader, den wir haben.“
Bei Niko Kovac und dem VfL Wolfsburg läuft es alles andere als Rund. Jetzt macht der Trainer mit öffentlicher Spielerkritik einen unglücklichen Eindruck. Droht Kovac bei Wolfsburg schon das Aus?
Schmadtke stützt Kovac: „Stellen ihn nicht in den Wind“
Die Person Kovac wird infolge der Krise auch selbst verstärkt zum Thema – Manager Jörg Schmadtke stärkte ihm aber auch nach der Niederlage öffentlich den Rücken.
Das Vertrauen in den Trainer sei „groß“, sagte der Geschäftsführer Sport: „Wir stellen den Trainer nicht in Frage. Und wir stellen ihn auch nicht in den Wind.“ Stattdessen rief der Wölfe-Boss den Kampf gegen den Abstieg aus. „Wir müssen da gemeinschaftlich rauskommen“, forderte Schmadtke weiter, „deswegen gibt es da keine Diskussion.“
Jordan Siebatcheu (54.) und Sheraldo Becker (77.) hatten mit ihren Treffern den Mini-Aufwärtstrend der Wölfe nach dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt jäh gestoppt. Der VfL enttäuschte vor allem in der zweiten Halbzeit.
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Mit Sportinformationsdienst (SID)
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