Der FC Bayern wird in dieser Saison neue Wege bei der Präsentation der Aufstellung an den Heimspieltagen gehen. Die Bayern werden künftig die Namen der Spieler in der Allianz Arena auch in Gebärdensprache auf der Anzeigetafel präsentieren.

Das verkündete der Klub auf der vereinseigenen Webseite vor dem ersten Heimspiel der Saison gegen den FC Augsburg (Sonntag ab 17.30 Uhr LIVE im Ticker auf SPORT1). Gemeinsam mit dem Gehörlosen-Fanclub „Red Deaf“ entwickelte der Rekordmeister die Gebärden im Rahmen der Aktion „Rot gegen Rassismus“.

So wird das Zeichen von Jamal Musiala beispielsweise das mit den Fingern überkreuzte „M“, das er auch beim Torjubel zeigt, sein. Thomas Müller stellt die Berufsbezeichnung des Müllers mit seiner Gestik dar, Leon Goretzka präsentiert seine Muskelmasse.

Neuer über Bayern-Aktion: „Sehr stolz“

Kapitän Manuel Neuer ist „sehr stolz“, dass Fans des FC Bayern extra Gebärden für uns Spieler entwickelt haben. „Niemand soll sich bei uns ausgeschlossen fühlen, ein Sportverein soll immer eine Heimat für alle sein“, ließ sich der deutsche Nationaltorhüter zitieren.

Auch Bayern-Präsident Herbert Hainer zeigte sich ob des neuartigen Projektes angetan. „Dieses gemeinsame Projekt soll Perspektiven erweitern und Mut machen“, erklärte der 69-Jährige, „Inklusion ist eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft, und gerade der Sport kann viel dazu beitragen, Menschen zusammenzubringen.“

Darüber hinaus kreierte der Fanclub Gebärden für die Vereins-Slogans „Mia san Mia“ und „Rot gegen Rassismus“. In Arbeit befänden sich demnach auch aktuell noch Gebärden für die Fußballerinnen und Basketballer des Vereins, die künftig dahingehend nachziehen sollen.

„Der FC Bayern ist eine große Familie, und wir fühlen uns durch dieses gemeinsame Projekt jetzt noch mehr als ein Teil dieser Gemeinschaft“, meinte auch Martina Bechtold, Vorsitzende des Fanclubs „Red Deaf“.