Bei Bayerns Nachwuchs-Talent Nick Salihamidzic läuft es aktuell sportlich nicht sonderlich rund. In der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters schaffte es der 20 Jahre alte Sohn von Bayerns Ex-Sportvorstand Hasan Salihamidzic in der laufenden Spielzeit noch nicht einmal in den Kader. Die vergangene Rückrunde verbrachte er beim italienischen Zweitligisten Cosenza Calcio, blieb jedoch ohne Einsatz.

Wie er nun in seinem neuen Podcast Off the Pitch verriet, stand er kurz vor einem Wechsel nach Slowenien, der dann jedoch platzte. Doch zunächst wirkte alles perfekt: „Ich habe ein Angebot vom slowenischen Meister und Pokalsieger bekommen – CL-Qualifikation und alles mit dabei“, berichtete Salihamidzic und meint damit wohl den amtierenden slowenischen Meister, Olimpija Ljubljana.

„Ich hatte voll Bock drauf. Die setzen auf junge Spieler“, freute sich Salihamidzic damals und machte sich in der Folge auf den Weg zu seinem möglicherweise neuen Klub, um die Verantwortlichen kennenzulernen.

Salihamidzic: „Mein Dad hat gesagt, es ist fix“

„Wir sind hingefahren, haben den Besitzer, den Sportdirektor getroffen. Alle haben auf uns gewartet. Alle wollten mich kennenlernen. Papa war auch da“, erklärte Salihamidzic weiter. „Dann hat der Präsident mit mir und meinem Vater gesprochen und uns das Wort gegeben. Dann haben die sich noch einmal an einen Tisch gesetzt, die Zahlen, das Auto, alles besprochen, bei allem geeinigt. Die Berater sagten, es ist fix, mein Dad hat gesagt, es ist fix.“ Doch das war es offenbar für die andere Seite nicht, denn der Wechsel platzte.

Besonders bitter, dass Salihamidzic wegen seines sicher geglaubten Wechsels anderen Vereinen absagte, mit denen er sich zu der Zeit noch in Verhandlungen befunden haben soll. In der Folge ließ ihn der slowenische Klub jedoch zappeln. „Wir melden uns morgen. Wir melden uns morgen“, hieß es laut Salihamidzic, jedoch kam zwei Wochen später, fünf Tage vor Transferschluss, schlussendlich die Absage. „Der Trainer will nicht“, soll die Begründung gelautet haben.

„Ich habe noch nie so eine unprofessionelle Situation erlebt“, so Salihamidzic, der das Verhalten des Klubs scharf kritisiert. „Wie respektlos, dass man uns einlädt, mein Vater aus Ibiza eingeflogen kommt, selbst den Flug bezahlt hat – und dann sagen die ab. Das kann man nicht machen.“ Der 20-Jährige hatte bereits seinen Mitspielern angekündigt, dass er den Verein verlassen werde, ist nun jedoch weiterhin beim FCB.

Er ist jetzt weiter bei Bayern, obwohl er seinen Mitspielern seinen Wechsel schon angekündigt hatte.