Ob bei potenziellen Hand- oder Foulspielen im Strafraum: Immer wieder flammte in der Vergangenheit die Diskussion um eine mögliche Einführung einer sogenannten „Challenge“ auf, die Trainer oder verantwortliche nutzen könnten, um bestimmte Schiedsrichterentscheidungen anzufechten.
DFB-Schiedsrichter Deniz Aytekin könnte sich mit der Neuerung zwar anfreunden, sieht darin aber auch eine Schwierigkeit. „Ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn die Challenge eingeführt wird. Die Frage ist; ‚Wollen das die Verantwortlichen?‘“, erklärte er im Podcast Copa TS von Tommi Schmitt und Studio Bummens.
„Wenn man die Challenge einführt, überträgt man unter anderem die Verantwortung an Trainer oder – ich glaube im Hockey ist es so – auch an die Spieler. Sobald du die Verantwortung verlagerst, weiß ich nicht, ob die Verantwortlichen auch damit umgehen wollen.“
„Dann steht derjenige vielleicht eher in der Zeitung“
Die Verantwortung, die die Trainer ohnehin schon zu großen Teilen tragen müssen, würde durch die Einführung einer Challenge nochmals größer werden. Aytekin wisse nicht, ob das auch im Sinne aller Coaches ist. „Stell dir vor, da will einer eine Challenge, die dann negativ ist – dann steht derjenige vielleicht eher in der Zeitung als der Schiedsrichter“, vermutete er.
Nicht nur über die Einführung einer Challenge wird seit geraumer Zeit spekuliert. Auch die Frage, ob zukünftig VAR-Entscheidungen durch die Unparteiischen laut im Stadion durchgesagt werden sollen, steht seit gewisser Zeit im Raum. Aytekin zeigte sich auch in dieser Thematik offen.
„Ich hätte damit kein Problem, die Entscheidungen im Stadion den Fans zu erklären. Alles was dazu beiträgt, die Akzeptanz der Entscheidung zu erhöhen, das würde ich unterstützen“, führte der 45-Jährige aus.