Zwar ist die aktive Fußballer-Laufbahn von Max Kruse inzwischen Geschichte, jedoch sorgt der 36-Jährige dafür abseits des Platzes noch mächtig für Wirbel. Sein Lieblingsfeind ist der kürzlich bei Wolfsburg entlassene Niko Kovac.

Zunächst bezeichnete Kruse seinen ehemaligen Trainer „als absolute Katastrophe“ und im Umgang „asozial“, ehe sich Kovac zur Wehr setzte. „Das geht gar nicht. Das ist nicht förderlich für unsere Gesellschaft, nicht förderlich für die Jugend“, kritisierte der Kroate.

Kruse legt nach: „Sollte sich an die eigene Nase fassen“

In seinem Podcast Flatterball setzte Kruse aber nun zum nächsten Angriffsschlag an. „Kovac hat damals gesagt, meine Bundesliga-Karriere ist vorbei. Wir brauchen uns nicht über Charakter und menschliche Züge unterhalten, wenn man solche Sprüche rausbringt“, klagte er und forderte Kovac zur Selbstkritik auf.

„Dann sich vor die Presse zu stellen und meinen, die Medien müssen das unterbinden. Das ist kein gutes Vorbild für die Jugend. Da sollte man sich auch immer an die eigene Nase fassen“, stichelte er.

Kruse richtete seine Worte im Anschluss an den ehemaligen Wolfsburg-Sportdirektor Jörg Schmadtke, der Kruse eine „gestörte Wahrnehmung“ angelastet hatte. „Da ist jeder auf den Zug aufgesprungen. Jörg Schmadtke kommt aus der Versenkung, muss sich auch noch dazu äußern. Niko Kovac sagt bei seiner Abschieds-PK auch noch was über mich. Der Stachel sitzt einfach tief bei denen“, führte er aus.

Gerhardt? „Nicht meine Absicht“

Kruse hatte jedoch immerhin für einen seiner ehemaligen Weggefährten versöhnliche Worte übrig. Der Ex-Nationalspieler hatte schließlich Yannick Gerhardt bei seiner Aufzählung an Mitspielern aufgeführt, die gegen Kovac gelästert haben sollen.

„Ich habe Yannick eine Sprachnotiz bei WhatsApp gemacht und ihm gesagt, dass es nicht meine Absicht war, ihn in Schwierigkeiten zu bringen oder schlecht dastehen zu lassen“, erklärte der 36-Jährige. Dies sei „unbeabsichtigt und nicht auf ihn bezogen“ geschehen. „Ich habe mich bei ihm entschuldigt und gesagt: Ich hoffe, er kriegt dadurch keine Probleme. Aber er hat mir nicht geantwortet“, ergänzte Kruse.

Erstaunlich ist die Funkstille nicht, da Gerhardt noch immer beim VfL unter Vertrag steht und jetzt enorme Probleme haben würde, wäre Kovac nicht nach der 1:3-Niederlage gegen Augsburg entlassen worden. Beim besagten Augsburg-Spiel befand sich Gerhardt im Übrigen nicht im Kader, nachdem er zuvor beinahe regelmäßig von Beginn an auf der Wiese gestanden war. Kruse hat seinem Ex-Kollegen gewissermaßen einen Bärendienst erwiesen und scheint nun eingesehen zu haben, dass er hiermit gewaltigen Schaden hätte anrichten können.

„Wahrscheinlich war er nicht ganz glücklich darüber. Aber auch an der Stelle noch mal: Yannick, es tut mir leid und war an der Stelle gar nicht so gemeint. Dein Name sollte da gar nicht fallen. Für Yannick tut es mir leid. An ihn geht eine Entschuldigung raus“, bedauerte er. „An die anderen nicht“, wird er in Bezug auf Kovac und Schmadtke aber deutlich.