Dribbelstark, antrittsschnell und kaltschnäuzig im Abschluss: Paul Wanners erster Arbeitsnachweis in der Fußball-Bundesliga für den 1. FC Heidenheim konnte sich wahrlich sehen lassen. „Das ist auch mein Anspruch. Ich will mich auch weiterentwickeln“, sagte der 18 Jahre alte Deutsch-Österreicher nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg des FCH bei Aufsteiger FC St. Pauli: „Ich glaube, dass das hier der richtige Schritt ist.“
Heidenheims Trainer Frank Schmidt zeigte sich nach dem Spiel bei DAZN zufrieden mit dem jungen Talent. Über den Treffer der Bayern-Leihgabe sagte er: „Das macht er überragend. Er zieht den Sprint ohne Ball über 60 Meter an.“
Bayern-Leihgabe: „Der beste Mann auf dem Platz“
Auf der anschließenden Pressekonferenz bekam Wanner dann sogar noch ein Extralob von Schmidt: „Die erste halbe Stunde war er für mich der beste Mann auf dem Platz.“
Dem 50-Jährigen gefällt besonders, dass der 18-Jährige Ratschläge sofort umsetzen kann. „In der Halbzeit habe ich ihm gesagt, nachdem er in der ersten Hälfte mal direkt geschossen hat, ins lange Eck und flach. Tor“, erzählte Schmidt und schob hinterher: „Er lernt schnell.“
Wanner, der 2022 mit 16 Jahren als jüngste Spieler für Bayern debütierte, war nach einem Jahr bei der SV Elversberg von den Münchnern in diesem Sommer an den Europacup-Teilnehmer aus Schwaben weiterverliehen worden, um das nächste Level zu erreichen. Sein Trainer verspricht sich viel von ihm.
FCH-Trainer Schmidt: „Der Weg muss weitergehen“
„Fußballerisch müssen wir ihm gar nicht so viel lehren“, sagte der FCH-Coach über den Sommer-Neuzugang. Verbesserungspotenzial gebe es vor allem beim „Gegenpressing“ und dabei „immer aktiv“ zu sein.
„Er hat ein sehr gutes Passspiel, auch ein gutes Auge und fußballerisch ist er schon auf einem sehr hohen Niveau. Aber Männerfußball, Bundesliga oder zweite Liga, bedeutet auch Widerstandsfähigkeit“, sagte Schmidt. Dies bedeute auch immer wieder athletisch „im Grenzbereich“ zu sein und Rückschläge wegzustecken. Vor allem aber dürfe sein Youngster jetzt nicht zufrieden sein: „Der Weg muss weitergehen.“
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)