Im Winter-Transferfenster verkündete der FC Bayern die Verpflichtung von Torhüter Jonas Urbig, der 21-Jährige wechselte vom 1. FC Köln an die Isar.

Ursprünglich wollte der FC Bayern den Keeper erst im Sommer 2025 unter Vertrag nehmen, zog die Verpflichtung allerdings vor. FCB-Sportvorstand Max Eberl schilderte nun die Beweggründe hinter dieser Entscheidung und verriet, dass die Situation zweier Bayern-Profis mitentscheidend war.

„Dass Jonas schon im Winter kam, lag daran, dass wir mit Sven Ulreich im Dezember nicht planen konnten. Dann hatte Daniel Peretz eine Nierenverletzung“, erklärte Eberl in der Sport Bild. „Auf einmal wären wir in die extrem wichtigen Monate Januar und Februar mit Manu Neuer und Jugendtorwart Max Schmitt gegangen. Da haben wir gesagt: Wir holen ihn schon ein halbes Jahr früher, damit er hier lernen kann.“

Jonas Urbig wechselte im Winter von Köln nach München
Jonas Urbig wechselte im Winter von Köln nach MünchenJonas Urbig wechselte im Winter von Köln nach München

Urbig? „Manu wollte sogar seine Handynummer“

Lernen soll er vor allem von Nummer eins Manuel Neuer, der noch bis mindestens 2026 im Kasten der Münchner eingeplant ist. Der Weltmeister von 2014 hatte zuletzt verraten, dass es mit Urbig „gewisse Absprachen“ über Spiele gibt, in denen der 21-Jährige im Bayern-Tor stehen soll.

Auch Eberl bestätigte dies nochmals: „Wir haben mit Manuel ein Jahr verlängert, die Gespräche waren sehr offen. Er hat dabei klar geäußert, dass er bereit ist, Spiele an Jonas abzugeben. Manu wollte sogar seine Handynummer und ihn selbst anrufen.“

Bayern will Peretz abgeben

Mit Urbig, Peretz und auch Alexander Nübel hatte der Klub in der Vergangenheit gleich drei mögliche Neuer-Nachfolger als Nummer eins verpflichtet. Wie Eberl nun klarstellte, habe der FC Bayern eine klare Vorstellung, wie die nahe Zukunft im bayerischen Tor aussehen wird.

„Wir haben nun Manu als Nummer eins. Jonas wird in der nächsten Saison seine Einsätze bekommen, bei Daniel Peretz müssen wir entscheiden, ob ein Transfer oder eine Leihe, um Erfahrungen zu sammeln, der nächste Schritt ist – und Alex Nübel wird sich, wenn alles normal läuft, noch eine Saison in Stuttgart weiterentwickeln“, so der 51-Jährige.

„Wir haben also den fünfmaligen Welttorhüter als unsere Nummer eins, dahinter den potenziellen Torwart der U21, Israels Nationaltorwart und in Stuttgart die mögliche neue Nummer eins der deutschen Nationalelf. Mit dieser Ausgangslage werden wir im Sommer 2026 eine Entscheidung fällen und die Entwicklung bewerten. Das finde ich nicht so schlecht“, argumentierte Eberl.