Lukasz Piszczek weiß, wovon er spricht und wie es geht! Die BVB-Legende hat schon so einige heiße Duelle mit dem FC Bayern gefochten und für sich entschieden. Auf insgesamt zehn Siege kommt der frühere Außenverteidiger in seinen elf Jahren bei Borussia Dortmund – aber auch eine richtig bittere Pleite steht in seiner Vita.

Trotz des Debakels unter der Woche, als sich der BVB gegen Atalanta Bergamo aus der Champions League verabschiedete, glaubt der 40-Jährige fest daran, dass sein ehemaliger Arbeitgeber am Samstagabend den ersten Heimsieg gegen die Bayern (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) seit November 2018 einfahren und die Meisterschaft bei dann nur noch fünf Punkten Rückstand wieder spannend machen kann.

Lukasz Piszczek trainiert inzwischen den polnischen Zweitligisten GKS Tychy
Lukasz Piszczek trainiert inzwischen den polnischen Zweitligisten GKS TychyLukasz Piszczek trainiert inzwischen den polnischen Zweitligisten GKS Tychy

„In Dortmund zu spielen, war in der jüngeren Vergangenheit nie ein Spaziergang für den FC Bayern“, erklärte Piszczek bei den Ruhr Nachrichten. „Ich glaube, dass der Negativlauf gegen die Bayern am Samstag enden kann. Dortmund befindet sich in einer guten Verfassung.“ Optimismus zieht der Pole aus der Tatsache, dass der BVB als einziges Team in der Bundesliga in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat.

Piszczek rechnet mit Bayern

Doch der Ex-Profi weiß auch: „Ob die Bayern Meister werden, liegt am Ende aber nur an München selbst.“

Der Trainer des polnischen Zweitligisten GKS Tychy betonte: „Toni Kroos hatte sicher recht, als er kürzlich in einem Interview sagte, dass sich der FC Bayern im Grunde nur selbst ein Bein stellen kann.“ Er könne sich nicht „nicht vorstellen“, dass die Münchner ihren Vorsprung noch verspielen.

Im Laufe seiner elf Jahre bei der Borussia erlebte Piszczek, unter Nuri Sahin in der Saison 2024/25 ein halbes Jahr Co-Trainer beim BVB, zahlreiche große Erfolge – wie die beiden Meisterschaften 2011 und 2012 oder drei Pokalsiege, darunter 2012 einen sensationellen 5:2-Finalerfolg gegen die Bayern, den er als „einen der schönsten“ Siege bezeichnete.

2013 und 2019 quälen BVB-Legende

Im Jahr darauf folgte jedoch die Niederlage, die „am meisten“ schmerzte – das 1:2 gegen die Münchner im Champions-League-Endspiel im Londoner Wembley-Stadion. Keine allzu guten Erinnerungen hat Piszczek auch an die Saison 2018/19, als die Dortmunder zwischenzeitlich neun Punkte Vorsprung auf die Bayern hatten und trotzdem die Meisterschaft vergeigten (zwei Zähler Rückstand am Saisonende).

Enttäuschung pur: Ilkay Gündogan und Lukasz Piszczek nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2013
Enttäuschung pur: Ilkay Gündogan und Lukasz Piszczek nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2013Enttäuschung pur: Ilkay Gündogan und Lukasz Piszczek nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2013

„Nach 42 Punkten in der Hinrunde muss man Meister werden“, ärgert sich der frühere polnische Nationalspieler noch heute. „Den Titel nicht zu gewinnen, war sicher das zweitschlimmste Erlebnis meiner Karriere. Wir haben Punkte liegenlassen, wo das nie passieren durfte. In Düsseldorf, Augsburg oder auch beim Tabellenletzten Nürnberg, wo wir nur ein 0:0 erreichten. Das hat uns die Meisterschaft gekostet.“