Das bittere 3:3 (2:1) bei Meister Bayern München hat beim 1. FC Heidenheim für reichlich Frust gesorgt. Das Team von Trainer-Urgestein Frank Schmidt bleibt nun im engen Kampf um den Klassenerhalt nur noch das Prinzip Hoffnung. „Das ist sehr emotional morgen. Wir sind abhängig von den Anderen, das ist nicht schön. Morgen sind wir große Fans von Mainz und Freiburg“, sagte FCH-Kapitän Patrick Mainka bei Sky.

Sollten die direkten Konkurrenten St. Pauli am Sonntag gegen Mainz und der VfL Wolfsburg in Freiburg gewinnen, wäre Heidenheim nach drei Jahren in der Bundesliga bereits vorzeitig abgestiegen. Ansonsten lebt die Minimalchance auf den Relegationsplatz vor den Spielen in Köln am kommenden Sonntag (10. Mai) und dann im Saisonfinale gegen Mainz (16.5.). Mainka sprach von einem „kleinen Funken Hoffnung“.

Dass es nicht mehr ist, lag am späten Ausgleich des FC Bayern in der Nachspielzeit (90.+10). Zu allem Überfluss hatte Torwart Diant Ramaj dabei einen Schuss von Michael Olise unglücklich ins eigene Tore abgefälscht. „Wir haben alles auf dem Platz gelassen. Das tut unfassbar weh“, meinte Mainka und fügte an: „Wer weiß, was der Punkt noch wert sein kann. Jetzt haben wir hoffentlich noch zwei Endspiele.“

Auch Trainer Frank Schmidt wollte „keine negativen Vibes versprühen. Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Die drei Punkte wären wahnsinnig für uns gewesen, aber vielleicht ist der Punkt noch was wert“, sagte das FCH-Urgestein. Er wolle auf jeden Fall am Sonntag „keinen Fußball schauen“.