Das Fanbündnis „Unsere Kurve“ kritisiert die erneute Zerstückelung des 33. Spieltags in den drei höchsten deutschen Profiligen. Wie das Bündnis am Dienstag mitteilte, komme es in allen drei Ligen zu „pikanten Konstellationen, in denen das Wissen um die vorherigen Ergebnisse der Konkurrenz einen Vorteil oder Gewissheit bringt“.

„Die Teams, die später spielen, wissen, woran sie sind“, kritisiert das Fanbündnis. Im Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga würden besonders Wolfsburg und Heidenheim von „späten Ansetzungen“ profitieren, da sie die genaue Ausgangslage nach der Partie des FC St. Pauli bei RB Leipzig kennen.

Fanprotest gegen die Zerstückelung des 33. Spieltags
Fanprotest gegen die Zerstückelung des 33. SpieltagsFanprotest gegen die Zerstückelung des 33. Spieltags© picture alliance/johapress/SID/Joachim Hahne

Bundesliga: Nur am 34. Spieltag wird neunmal zeitgleich gespielt

In der 2. Bundesliga stehen Paderborn und Bielefeld „besonders unter Druck“, da sie am Freitagabend spielen müssen. In der 3. Liga ist das Ergebnis der Partie Aue gegen Duisburg ein „sehr nützliches Wissen für die Aufstiegskonkurrenz“. Eine echte Wettbewerbsgerechtigkeit gebe es nur „bei zeitgleich angesetzten vorletzten Spieltagen“, schreibt „Unsere Kurve“.

Seit der Saison 2020/21 sind die Anstoßzeiten am vorletzten Spieltag wie an allen Runden zuvor von Freitag bis Sonntag aufgeteilt. Erst am 34. Spieltag wird neunmal zeitgleich gespielt.