Im Champions-League-Viertelfinale haben sich der FC Bayern und Manchester City ein Spiel auf absoluten Spitzen-Niveau geliefert. Am Ende hat Manchester City klar mit 3:0 gewonnen. Die Chance für ein Weiterkommen sind für die Himmelblauen riesengroß.

Aber nach dem Spiel stapelte City-Trainer Pep Guardiola tief und schraubte die Erwartungen zurück. „Ich weiß genau, was dort zu tun ist. Wenn du nicht sehr gut spielst, können sie einmal, zweimal, dreimal treffen. Das weiß ich, das wissen die Spieler. Es ist ein unglaubliches Ergebnis, aber wir müssen unser Spiel mit riesiger Persönlichkeit spielen. Ich habe zwei Jahre in München gelebt. Ich kenne ihre Mentalität und Qualität.“

Guardiola: „Ich bin heute zehn Jahre gealtert“

Trotz des klaren Siegs seines Teams zeigte sich der spanische Star-Trainer nach der Partie angefasst.

„Es war nicht angenehm. Ich bin emotional zerstört“, sagte der 52-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel – oder 62-Jährige? „Ich bin heute zehn Jahre gealtert. Es war so ein anspruchsvolles Spiel. Sie hatten Chancen, um Tore erzielen.“ Er habe das Gefühl, „dass andere Mannschaften in der vergangenen Saison weniger Chancen hatten und getroffen haben.“

Wie so oft entschieden Kleinigkeiten, wer das Spiel auf Weltklasse-Niveau gewinnen würde: „60 Minuten lang war es ein enges Spiel. In vielen Momenten waren sie besser als wir, aber das zweite Tor hat uns sehr geholfen“, analysierte Guardiola. „Wir waren aggressiv, das zweite Tor ist so entstanden.“

Der euphorisierte Spanier hob speziell Bernardo Silva nach dem Spiel hervor, der untypischerweise nach dem Fehler von Dayot Upamecano per Kopf getroffen hatte: „Bernardo ist einer der besten Spieler, die ich je trainiert habe.“

Der FC Bayern kassiert eine deutliche 0:3-Niederlage bei Manchester City. Dennoch konzentrierten sich die Bayern-Stars auch auf die positiven Aspekte dieses Spiels.

Der FC Bayern kassiert eine deutliche 0:3-Niederlage bei Manchester City. Dennoch konzentrierten sich die Bayern-Stars auch auf die positiven Aspekte dieses Spiels.

Eine Sache, die Manchester City teuer kommen könnte, ist eine mögliche Verletzung von Kevin De Bruyne. Dieser rutschte an der Seitenlinie raus und verletzte sich mutmaßlich am Knie.

Wenig später wechselte Guradiola für den Belgier Julian Alvarez ein. Dies sei laut des Spaniers jedoch eine rein „taktische Entscheidung“ gewesen. Der Spanier sprach von speziellen Qualitäten, die seine Mannschaft vom argentinischen Weltmeister benötigt hätten: „Wir haben Julians Extra-Energie gebraucht.“