Frank Bohmann, Geschäftsführer der DKB HBL, sieht nach dem WM-Titel der deutschen Fußballer schwierige Zeiten auf andere Sportarten in Deutschland zukommen.
„Der Titel ist ohne jeden Zweifel ein toller Erfolg, aber er geht natürlich zu Lasten der anderen Sportarten. Sie werden noch weiter an den Rand gedrängt. Das ist extrem schmerzhaft“, sagte Bohmann.
Der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) sendete am Rande der WM in Kasan einen fast schon resignierenden Hilferuf.
„Wir sind schon medial so weit abgemeldet, dass es nicht mehr schlimmer werden kann“, sagte DFeB-Sportdirektor Sven Ressel.
HBL-Boss Bohmann will im Kampf um die öffentliche Wahrnehmung aber nicht klein beigeben. „Ich bin mir sicher, dass das Interesse in der Bevölkerung für die vielen anderen Sportarten da ist“, sagte Bohmann: „Wir beim Handball werfen jedenfalls nicht die Flinte ins Korn und helfen uns selbst.“
Vor allem über die verschiedenen Social-Media-Kanäle würde der Handball eine Menge machen, um die breite Öffentlichkeit zu erreichen.
„Auch die Zusammenarbeit mit SPORT1 läuft hervorragend“, sagte Bohmann.