Kurz vor dem 25. Jahrestag von Deutschlands dritten Triumph bei einer Fußball-WM (8. Juli) hat der damalige Nationalmannschafts-Kapitän Lothar Matthäus seinen Verzicht auf den entscheidenden Strafstoß im Finale gegen Argentinien (1:0) als „vielleicht eine der besten Entscheidungen meiner Karriere“ bezeichnet.
„Aufgrund meiner Schuhprobleme habe ich mich nicht sicher gefühlt“, sagte der Rekordnationalspieler vor dem Silber-Jubiläum im kicker: „Es ging nicht um mich, es ging um die Mannschaft.“
Nach dem Titelgewinn in Italien durch den von Andreas Brehme verwandelten Elfmeter aufgekommene Feigheits-Vorwürfe wies der 54-Jährige entschieden zurück:
„Es war eine sehr kluge und weise Entscheidung, anders als es viele im Nachhinein interpretieren wollten. Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man es anderen überlassen. Andy war unsere Nummer zwei. Ich hätte keinen Grund gehabt, nicht zu schießen, wenn ich nicht zur Halbzeit die Schuhe gewechselt hätte. Neuer Schuh, neues Modell – das war die Geschichte.“