Der Deutsche Fußball-Bund hat als Reaktion auf das frühe WM-Aus eine Beratergruppe zusammengestellt, die den DFB bei der Bewältigung der Krise unterstützen sollen.
Mitglieder dieser neu eingeführten Taskforce sind neben den DFB-Vertretern Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke (DFB-Vizepräsident) die Experten Karl-Heinz Rummenigge (Ex-Bayern-Vorstandschef), Matthias Sammer (BVB-Berater, Ex-Bayern-Sportdirektor), Oliver Mintzlaff (CEO von Red Bull, vorher RB Leipzig), Oliver Kahn (Vorstandsvorsitzender FC Bayern), und Rudi Völler (Ex-Geschäftsführer Bayer Leverkusen). (NEWS: „Das zeigt das ganze DFB-Dilemma“)
In einer repräsentativen Umfrage des Bundesliga-Barometers, an der 5.483 Personen teilnahmen, finden aber sage und schreibe 78,8 Prozent der Befragten, dass trotz der sogenannten Expertengruppe sich kaum etwas beim in der Kritik stehenden DFB ändern wird.
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Gar 80,5 Prozent meinen, dass die deutsche Nationalmannschaft trotz der Unterstützung der Taskforce auch nicht zu alter Stärke zurückfinden wird. Lediglich 19,5 Prozent blicken positiv in die Zukunft des DFB-Teams, das bei den vergangenen zwei Weltmeisterschaften bereits in der Vorrunde ausgeschieden war und auch bei der EURO 2021 enttäuscht hatte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Bundestrainer Hansi Flick hatte sich dagegen begeistert über das Engagement der Taskforce gezeigt. „Ich finde es großartig, dass sie sich bereiterklärt haben, uns beratend zur Seite zu stehen“, sagte er im Interview mit dem SID.
Umfrage-Ergebnis: Sammer soll Bierhoff als DFB-Direktor beerben
Zwar finden 84,5 Prozent der Befragten, es gut, dass sich der DFB die Unterstützung einer Expertengruppe holt, doch nur 66,4 Prozent sehen bei den Experten ausreichend Kompetenz. Das spricht Bände.
Ebenfalls abgefragt wurde, wer beim DFB die Nachfolge des zurückgetretenen Oliver Bierhoffs, Direktor der Nationalmannschaften und Akademie, antreten soll. (NEWS: Bierhoffs Erklärung im Wortlaut)
Auf Platz eins wurde BVB-Berater Matthias Sammer gewählt, der 41,8 Prozent der Stimmen erhielt. Dahinter folgen Ralf Rangnick (Österreichs Nationaltrainer/34,5) sowie TV-Experte und Ex-Bayern-Star Bastian Schweinsteiger (28,5), Philipp Lahm (27,3) und Hertha-Boss Fredi Bobic (27,2). (NEWS: Alles Wichtige zur WM)
Auf die Experten-Gruppe kommt viel Arbeit im Hinblick auf die Heim-EM 2024 zu, doch zuallererst muss ein neuer Sportdirektor gefunden werden. Im Doppelpass bei SPORT1 fragte deshalb Peter Neururer kritisch, welche Kompetenzen der Bierhoff-Nachfolger mitbringen müsse: „Ich lese nirgendwo eine Stellenbeschreibung dieser Position.“
SPORT1-Experte spricht sich für Mertesacker oder Bobic aus
Bei aller Kritik und Aufregung nahm SPORT1-Experte Stefan Effenberg die Taskforce aber in Schutz und betonte: „Wenn es ein Rummenigge, ein Matthias Sammer, Rudi Völler oder auch ein Oliver Kahn nicht schaffen, etwas zu verändern, dann wird das keiner in Deutschland schaffen.“
Effenberg gab zugleich auch einen Tipp ab, wer der neue Sportdirektor werden könnte: „Auf Per Mertesacker und Fredi Bobic wird das wohl hinauslaufen.“ Seiner Meinung nach haben beide die nötigen Kompetenzen, um den Job zu übernehmen. (NEWS: Alles Wichtige zum DFB-Team)
Das Bundesliga-Barometer von Prof. Dr. Alfons Madeja in Nürnberg gehört zu den ältesten und zuverlässigsten Umfrage-Initiativen im Sport. Weitere Informationen sind über diesen Link erhältlich: https://bundesligabarometer.de/registrieren#fussball