Der Topfavorit setzt sich durch: Die Männer des Hamburger Polo Clubs haben zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft im Hockey gewonnen. Nach mehreren bitteren Pleiten in K.o.-Spielen in den Vorjahren schlugen die Hamburger im Endspiel des Final Four Uhlenhorst Mülheim mit 4:0 (1:0). Bei den Frauen jubelten die Seriensiegerinnen vom Düsseldorfer HC.
Nationalstürmer Justus Weigand (4.), Paul Smith (44.), Jan-Hendrik Bartels (50.) und Kane Russell (60./Siebenmeter) schossen das Team aus Hamburg in einer lange ausgeglichenen Partie zum Premierentitel. Der finanzstarke Polo Club mit seinem Team voller nationaler und internationaler Topspieler hatte zuvor auch in der Hauptrunde die Liga dominiert. Der Rekordmeister aus Mülheim, der überraschend das Finale erreicht hatte, verpasste hingegen Titel Nummer 19.
„Ich bin so stolz. Es hat viel Blut, Schweiß und Tränen dafür gebraucht. Wir haben zwei Finals hier verloren. Ich glaube, wir haben es verdient, das endlich geschafft zu haben“, sagte der Neuseeländer Russell bei Dyn: „Das wird eine großartige Nacht mit unseren Fans zu Hause in Hamburg.“
Zuvor durften die Düsseldorfer Frauen über den vierten Titel in sechs Jahren jubeln. Die Rheinländerinnen um Ex-Nationalspielerin und Kapitänin Selin Oruz schlugen den Mannheimer HC in einem spannenden Finale mit 3:2 im Penalty-Shootout. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 (1:0) gestanden.
Sara Strauss (4.) brachte Düsseldorf früh in Führung, Nadine Fieber (51.) schlug im letzten Viertel zurück – im Shootout wurde dann DHC-Torhüterin Femke Jovy im letzten Spiel ihrer Karriere zur Heldin. „Wie wir uns zusammengerauft haben und als Team performt haben, ist absolut überragend. Die Bilder sprechen für sich“, sagte Jovy.
Für Düsseldorf war es der insgesamt vierte Meistertitel nach 2021, 2022 und 2024 – im Vorjahr war der Titel nach Hamburg zum Harvestehuder THC gegangen. Die Hauptrundendritten vom DHC hatten sich im Halbfinale mit 2:1 gegen den Großflottbeker THGC durchgesetzt.