Es sind Aussagen, die menschenverachtend und zynisch klingen. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)
WM-Chef Nasser Al-Khater hat hochgradig gereizt auf Fragen von Journalisten reagiert, die ihn auf einen weiteren Todesfall eines Gastarbeiters während des bisherigen Turniers angesprochen hatten.
„Ich meine, der Tod ist ein natürlicher Teil des Lebens, sei es bei der Arbeit oder im Schlaf. Natürlich ist ein Arbeiter gestorben. Unser Beileid geht an seine Familie“, sagte der Geschäftsführer während einer Medienrunde. (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)
Um dann nachzulegen: „Aber es ist schon seltsam, dass Sie sich bei Ihrer ersten Frage ausgerechnet darauf konzentrieren wollten. Wir sind bei den FIFA-Meisterschaften. Wir sind mitten in einer Weltmeisterschaft. Und wir haben eine erfolgreiche Weltmeisterschaft. Und das ist etwas, worüber Sie gerade jetzt sprechen wollen?“, fragte Al Khater.
WM-Boss: „Tod natürlicher Teil des Lebens“
„Dieses Thema, diese Negativität rund um die Weltmeisterschaft war etwas, mit dem wir konfrontiert wurden. Wir sind ein wenig enttäuscht, dass die Journalisten dieses falsche Narrativ noch verstärkt haben. Und ehrlich gesagt denke ich, dass sich viele Journalisten fragen und darüber nachdenken sollten, warum sie so lange versucht haben, dieses Thema zu verbreiten“, irritierte Al Khater weiter.
Der offenbar von den Philippinen stammende Arbeiter war infolge eines Unfalls bei Reparaturen im Teamhotel der saudi-arabischen Delegation gestorben, wie die FIFA bestätigte. Ein Sprecher des Weltverband zeigte sich „zutiefst betrübt über diese Tragödie“, die „Gedanken und unser Mitgefühl sind bei der Familie des Arbeiter“. (DATEN: WM-Spielplan 2022)
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Mit seinen fragwürdigen Äußerungen erntete Al Khater viel Kopfschütteln und Gegenwind.
Gegenkritik nach Aussage über toten Gastarbeiter
Die Statements zeugten „von einer gefühllosen Missachtung des verstorbenen Wanderarbeiters“, sagte Rothna Begum, Sprecherin von Human Rights Watch „Seine Aussage, dass Todesfälle vorkommen und dass es normal ist, wenn dies geschieht, ignoriert die Tatsache, dass viele Todesfälle unter den Wanderarbeitern vermeidbar gewesen wären.“