Laut Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch war die nicht eingehaltene Einsatzgarantie für Kapitän Alphonso Davies im Vorhinein geplant. „Um ehrlich zu sein, Alphonso war noch nicht so weit“, sagte der Amerikaner nach dem 1:2 (0:0) der Kanadier im letzten WM-Gruppenspiel gegen die Schweiz: „Also habe ich ihn ein bisschen als Ablenkungsmanöver benutzt.“
Am Vortag hatte Marsch noch betont, er wolle Davies, den bis zuletzt eine Muskelverletzung im Oberschenkel geplagt hatte, „auf jeden Fall ins Spiel bringen“. Gegen die Schweiz saß der Linksverteidiger des FC Bayern dann aber wie schon in den ersten beiden Gruppenspielen über die komplette Spielzeit auf der Bank.
Davies, erklärte Marsch im Nachhinein überraschend, „sollte nie spielen. Ich wollte, dass die Schweiz sich mit ihm auseinandersetzen muss.“ Für das Sechzehntelfinale am kommenden Sonntag in Los Angeles sei der Kapitän jedoch „bereit“.