Noussair Mazraoui, Anass Salah-Eddine und Sofyan Amrabat: Wenn Marokko im Sechzehntelfinale der Fußball-WM in Monterrey/Mexiko auf die Niederlande trifft (Dienstag, 03.00 Uhr MESZ/MagentaTV), setzt der Halbfinalist von 2022 auch auf ein Trio mit persönlichen Verbindungen zum Gegner. Dass seine in den Niederlanden geborenen Spieler von ihrer Historie beeinträchtigt werden, glaubt Marokkos Trainer Mohamed Ouahbi allerdings nicht.

Es sei zwar ein „sehr seltsames Gefühl“, auf ein Land zu treffen, das „einem auch etwas gegeben hat, das einem ebenfalls wichtig ist“, sagte Ouahbi. Mazraoui, Salah-Eddine und Amrabat seien aber in erster Linie Marokkaner und wollten mit Marokko gewinnen: „Sie haben einen klaren Kopf, sind sehr ruhig und gelassen.“ Wie Ex-Bayern-Profi Mazraoui durchliefen auch Salah-Eddine und Amrabat die Jugendakademien großer niederländischer Vereine. Salah-Eddine lief bis zur U21 sogar für die Niederlande auf.

Ouahbi, der im Großraum Brüssel geboren wurde, kann sich in seine Spieler hineinversetzen. „Belgien ist ein Land, das mir wichtig ist. Die einzigen Male, bei denen ich sie nicht unterstützt habe, war, als sie gegen Marokko gespielt haben“, sagte Ouahbi: „Das bedeutet nicht, dass ich das Land, in dem ich geboren wurde, nicht liebe.“