Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom FC Bayern hat sich für ein Engagement von Per Mertesacker beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) starkgemacht. „Wenn man acht Jahre lang bei Arsenal war, muss man etwas können – und genau das ist es, was wir jetzt brauchen“, sagte der Münchner Patron der Bild-Zeitung.
Mertesacker (41) habe als ehemaliger Profi „große internationale Erfahrung“, betonte Hoeneß (74): „Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann. Und: Er würde es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen. Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt.“
Auch in seiner Rolle als TV-Experte beim ZDF gefällt der Rio-Weltmeister dem langjährigen Bayern-Macher. „Alles, was Per Mertesacker im Fernsehen sagt, hat Hand und Fuß. Er ist nie beleidigend und trotzdem kritisch“, sagte Hoeneß.
Mertesacker hatte seine Bereitschaft, im Zuge des Neuaufbaus nach dem neuerlichen WM-Desaster einen Posten beim DFB zu übernehmen, bereits erklärt. „Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich. Dafür stehe ich natürlich zur Verfügung.“
Der Weltmeister von 2014 hat acht Jahre lang erfolgreich die Akademie des englischen Meisters FC Arsenal geleitet. Ein ähnlicher Posten wird beim DFB bald frei: Zum Jahresende gibt Andreas Rettig seinen Job als Geschäftsführer Sport, zuständig für die Bereiche Nationalmannschaften und Akademie, ab.