Kap Verdes Sidny Lopes Cabral geht mit Selbstvertrauen in das WM-Sechzehntelfinale und freut sich auf die Begegnung mit Argentiniens Fußballstar Lionel Messi. Er sei „inspiriert von Messis Talent“, sagte der 23 Jahre alte Linksverteidiger in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Was er kann, kann niemand sonst. Er ist der Einzige, der erst acht Spieler ausspielen und dann ein Tor schießen kann.“

Vor dem Aufeinandertreffen im Sechzehntelfinale (Samstag, 0.00 Uhr MESZ) plagen Cabral allerdings keine Selbstzweifel. „Ich konzentriere mich nie auf den Gegner. Wenn du nur daran denkst, dass du gegen Messi spielst, verlierst du deinen Kopf“, analysierte Cabral, der einen genauen Plan und einen Wunsch hat: „Ich muss mich auf mich selbst konzentrieren. Nach dem Spiel werde ich genießen können, gegen ihn gespielt zu haben. Ich hoffe, ich bekomme ein paar schöne Fotos mit ihm.“

Der afrikanische Inselstaat spielt am Samstag in Miami gegen den Weltmeister. „Wir werden versuchen zu gewinnen. Unser Fokus liegt auf uns selbst, auf unserer Art, Fußball zu spielen“, zeigte sich Cabral selbstbewusst: „Wir holen das meiste aus unserem Spiel und unserem Plan heraus, wenn wir den jeweiligen Gegner spielen lassen und ihm durch Konter wehtun.“

Vor der WM sei Kap Verde als Neuling und Zwergstaat „eine Ein-Prozent-Chance“ zugeschrieben worden. „Wir haben nicht in Prozenten gedacht. Als wir das gelesen haben, haben wir gelacht“, berichtete Cabral: „Klar, wir sind zum ersten Mal bei einer WM dabei. Aber das heißt auch, dass niemand einschätzen konnte, wozu wir fähig sein würden. Wir haben gezeigt, dass Arbeit auf dem Platz mehr wert ist als Worte. Wir haben gezeigt, wie groß ein Prozent sein kann.“ Auf die Frage, wer Weltmeister wird, antwortete Cabral: „Ich hoffe wir, die Kapverden.“