Der dänische Welthandballer Mathias Gidsel hat sich vor dem Länderspieldoppelpack beeindruckt von der Entwicklung des Gegners Deutschland gezeigt. „Sie sind uns auf den Fersen, und sie sind jung“, erklärte der Rückraumspieler der Füchse Berlin im FAZ-Interview. Die Mannschaft mit Spielern wie Marko Grgic, Renars Uscins, Juri Knorr, und Miro Schluroff gewöhne „sich mehr und mehr an den schnellen Stil“. In diesem sei Dänemark zwar „schon noch besser“, sagte Gidsel, „aber sie bewegen sich mehr auf unserem Terrain.“

Zum nächsten Kräftemessen kommt es am Freitag (19.30 Uhr) in Kopenhagen und am Sonntag in Köln (15.30 Uhr/beide ProSieben, Joyn und Dyn). Es ist das erste Wiedersehen nach dem EM-Finale, das Dänemark Anfang des Jahres für sich entschieden hatte (34:27). In diesem Duell sei Gidsel „wirklich überrascht“ von seinen Gegnern gewesen: „Ich wusste, dass sie gut sind, aber sie hatten gleich zwei Schritte vorwärts gemacht, nicht nur einen.“

Ärgster Konkurrent für den Olympiasieger, Weltmeister und Europameister ist in Gidsels Augen derzeit aber noch eine andere Nation. Auf die Frage, ob Deutschland hinter Dänemark bereits die Nummer zwei in der Handballwelt sei, antwortete der 27-Jährige: „Zusammen mit Frankreich, ja. Die Franzosen sind aber schon noch unser größter Rivale. Wenn wir bei 100 Prozent spielen, dann können uns nur die Franzosen mit 100 Prozent schlagen.“

Die Stärke des DHB-Teams sei in der Vergangenheit „die Physis“ gewesen, „und wenn sie dir wehgetan haben, war es schwer, ihnen auch wehzutun“, erklärte Gidsel: „Aber wir sind dänische Spieler, wir sind smart. Wir wissen, dass wir uns darauf nicht einlassen dürfen und haben sie uns mit Tempo vom Hals gehalten. Wenn sie uns schlagen wollen, müssen sie das schon auf unserem Weg tun.“