Seit Sonntag läuft für die deutschen Handballer die heiße Vorbereitungsphase auf die EM in der Slowakei und Ungarn, die vom 13. bis 30. Januar stattfindet.
Bundestrainer Alfred Gislason will mit seinem jungen Team eine neue Zeitrechnung starten. (Der Spielplan der Handball-EM)
Gleich neun Turnier-Debütanten stehen im 19-Mann-Kader. Aktuell fehlt mit Kreisläufer Jannik Kohlbacher ein weiterer erfahrener Akteur. Seine Teilnahme am Turnier ist noch ungewiss.
„Alle neuen Spieler machen einen sehr guten Eindruck und es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten“, erklärte Gislason am Dienstag in einer digitalen Presserunde.
Gislason: „Gibt Phasen, wo Chaos ausbricht“
Der 62-Jährige sprach dabei ein Sonderlob für Neuling Philipp Köster und Sebastian Heymann, der ebenfalls vor seinem ersten Turnier steht, aus. Luca Witzke vom SC DHfK Leipzig brauche hingegen noch etwas Zeit, was laut dem Isländer aber normal für einen Mittelmann sei.
Wenige Tage vor Turnierstart gebe es allerdings auch noch Baustellen. „Es gibt Phasen im Training, wo es mal überragend läuft und mal Chaos ausbricht“, verriet Gislason den anwesenden Journalisten.
Umso bitterer ist es daher für die neu zusammengestellte Mannschaft, dass die beiden letzten Testspiele vor der EM gegen Serbien abgesagt wurden. Inzwischen konnte mit der Schweiz und Frankreich (Sonntag um 19 Uhr live im TV auf SPORT1) zum Glück hochkarätiger Ersatz gefunden werden.
Axel Kromer: Komme mir vor wie Karl Lauterbach
Das Corona-Virus wird das DHB-Team wohl auch während des Turniers begleiten. Aktuell werden täglich Schnelltests und jeden zweiten Tag ein PCR-Test gemacht.
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„Ich komme mir schon etwas vor wie der Karl Lauterbach des deutschen Handballbundes“, erläuterte Axel Kromer, DHB-Vorstand Sport.
Doch der Hygiene-Beauftragte des Verbandes scheint bisher vieles richtig gemacht zu haben. Bei fünf Turnieren, die seit Beginn der Pandemie bei den Nationalmannschaften stattgefunden habe, hatte es bisher so gut wie keine Corona-Fälle gegeben.
Welche Spieler nimmt Gislason mit zur EM?
Bundestrainer Gislason will mit 18 Spielern in die Slowakei fahren. Unsicher ist er sich noch, ob er alle drei Torhüter mitnehmen wird. Im aktuellen Kader stehen Routinier Andreas Wolff, Joel Birlehm aus Leipzig) und Till Klimpke von der HSG Wetzlar.
„Es ist in der Tat sehr ausgeglichen. Alle drei haben in diesen Tage sehr gute Leistungen gezeigt“, beschreibt Gislason auf SPORT1-Nachfrage die aktuelle Situation.
Einen Vorteil sieht der Bundestrainer aber bei Wolff: „Viele seiner Teamkollegen spielen bei Polen oder Weißrussland.“
Dennoch werde auch er sich beweisen müssen, um seinen Platz im Kader zu behalten.