Diese Idee versetzt die Fußball-Welt in Aufruhr!

Der frühere Arsenal-Trainer Arsène Wenger, seit Herbst 2019 Direktor für globale Fußballförderung beim Weltverband FIFA, hat große Pläne in dieser Woche vorgestellt.

Die FIFA plant in Zukunft eine Weltmeisterschaft alle zwei Jahre (statt alle vier Jahre) und will einen neuen globalen Fußball-Kalender einführen.

Während die Bundesliga über Wenger schimpfte, gibt es nun auch einen prominenten Befürworter der Pläne: Jürgen Klinsmann.

Klinsmann verteidigt Wenger-Pläne

Der ehemalige Bundestraier und Ex-Coach von Bayern München und Hertha BSC meinte bei ESPN: „Klar, wenn du so eine Idee hörst, bist du im ersten Moment schockiert, und du fühlst dich außerhalb deiner Komfortzone. Denn unsere Komfortzone ist: alle vier Jahre. Wir haben Olympische Spiele alle vier Jahre, also hast du die WM alle vier Jahre.“ (SPORT1-Kommentar: Infantinos neueste Schnapsidee)

Klinsmann selbst war bei der zweitägigen Beratungstagung der Gruppe um Wenger in Dubai dabei und war offenbar auch ein Befürworter.

Er verteidigte Wenger eindringlich: „Es steckt viel mehr hinter dieser Idee, als wir bislang wissen. Und wenn man Arsène Wenger kennt, und ich habe bei AS Monaco zwei Jahre unter ihm gespielt und hatte eine herausragende Zeit mit ihm: Er ist ein sehr kluger Gentleman, er wacht nicht einfach auf und sagt: ‚Jetzt machen wir das alle zwei Jahre‘.“

Klinsmann findet die Einführung eines globalen Kalenders gut.

Klinsmann: Aktueller Kalender ein „Albtraum“

„Das Ziel hinter all dem ist, zu reflektieren und zu diskutieren. Das muss man der FIFA anrechnen, dass sie endlich rausgehen und die Leute fragen, was sie davon halten. Auch wenn die Reaktion zu Beginn negativ ist. Wie können wir einen globalen Kalender erstellen, der besser ist für Spieler, Trainer, Klubs und Nationalmannschaften.“

Denn eines steht für den 57-Jährigen fest: Die Termine lassen sich für viele Spieler und Vereine aktuell kaum noch miteinander vereinbaren.

Klinsmann sieht vor allem die Länderspielpausen für Stars von anderen Kontinenten als Europa als großes Problem.

„Ich denke, wir haben diesen Albtraum gerade in den letzten zehn Tagen durchgemacht“, monierte er mit Blick auf die verspäteten Rückreise der Südamerikaner zu ihren Vereinen unter der Woche.

So meinte Klinsmann als Erklärung zu den neuen Plänen der FIFA: „Das Ziel hinter der Idee ist: Wie können wir auch die Qualifikation weniger stressig für die Topspieler der Welt machen, wie Messi, Neymar, die nach Südamerika reisten und nun am Samstag in Europa spielen sollen.“