Die spanische Fußball-Profiliga LaLiga hat Beschwerde bei der EU-Kommission gegen den französischen Meister Paris Saint-Germain eingereicht. Als Begründung wurde in dem Schreiben angegeben, dass „PSG ausländische Subventionen vom Emirat Katar erhalten hat, die es dem Klub ermöglicht habe, seine Wettbewerbsposition zu verbessern und erhebliche Verzerrungen auf mehreren nationalen Märkten und in der EU hervorzurufen“.

LaLiga vertritt die Meinung, dass PSG finanzielle Unterstützung „unter nicht marktbezogenen Bedingungen erhalte“. Dies wiederum führe dazu, dass der französischen Vorzeigeklub Spieler und Trainer verpflichten könne, „die weit über die Möglichkeiten in einem normalen Marktszenario hinausgehen“.

LaLiga prangert „unfairen Wettbewerb“ an

Außerdem entsprächen die „Einnahmen aus Sportsponsoring nicht den tatsächlichen Marktwerten“. Zuletzt hatte PSG mit Ousmane Dembélé einen Topspieler aus LaLiga abgeworben, der Angreifer des FC Barcelona ging für 50 Millionen Euro nach Frankreich. Im Vorjahr hatte zudem Kylian Mbappé seinen Vertrag in Paris verlängert, obwohl er von Real Madrid umworben worden war.

PSG soll Mbappé, so berichteten es damals viele Medien, mit exorbitanten Summen zu einem Verbleib überredet haben.

LaLiga betonte weiter, dass die spanische Liga zuversichtlich sei, dass die Kommission „die notwendigen Maßnahmen ergreifen wird, um die beschriebenen Marktverzerrungen zu beseitigen“.

LaLiga-Boss Javier Tebas, seit 2013 der Chef des Ligaverbandes, prangert weiterhin einen vermeintlich „unfairen Wettbewerb“ von PSG gegenüber seinen europäischen Nachbarn an. Schon zuvor hatte sich LaLiga bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) über das Finanzgebaren von PSG und Manchester City beschwert. Dabei ging es um die Regeln des Finanziellen Fair Play, die von der UEFA gewahrt werden sollen.