Vizeweltmeisterin Anna Monta Olek fehlt ebenso wie die Olympiazweite Miriam Butkereit, Seija Ballhaus tritt nicht zur Titelverteidigung an: Der Deutsche Judo-Bund schickt ein „Perspektiv-Team“ zu den am Donnerstag beginnenden Europameisterschaften in Tiflis. Während sich die Topleute des DJB in diesem Jahr auf die WM in Baku (4. bis 11. Oktober) konzentrieren, sollen sich die deutschen Talente in Georgiens Hauptstadt beweisen.

„Das EM-Team hat einen guten Job gemacht“, sagt Frauen-Bundestrainer Claudio Pusa nach ausgiebigen Trainingslagern. Männer-Trainer Michael Bazynski, der unter anderem auf den angeschlagenen Tokio-Olympiazweiten Eduard Trippel verzichten muss, ist mit Blick auf seine Auswahl ebenfalls zuversichtlich: „Die jungen Männer werden versuchen, sich im international sehr gut besetzten Feld behaupten zu können.“ Vor allem die Schwergewichte Erik Abramov und Losseni Kone sollen sich beweisen.

Bis Sonntag fallen in Tiflis an vier Wettkampftagen Einzel-Entscheidungen in jeweils sieben Gewichtsklassen. Ein Team-Wettbewerb wird nicht ausgetragen.

Das deutsche EM-Aufgebot:

Frauen:

Helen Habib (Bottrop/48 kg), Sarah Ischt (Wolfsburg/48 kg), Sara-Joy Bauer (Backnang/63 kg), Samira Bock (München/70 kg), Dena Pohl (Potsdam/70 kg), Julie Hölterhoff (Homburg/78 kg), Mathilda Niemeyer (Hattingen/78 kg), Louise Lilli Wojta (Homburg/über 78 kg)

Männer:

Maximilian Heyder (München/60 kg), Nicolas Kunze (Aerzen/66 kg), Jano Rübo (Bonn/73 kg), Kevin Abeltshauser (Abensberg/73 kg), Lasse Schriever (Hamburg/90 kg), Johann Lenz (München/90 kg), Erik Abramov (Potsdam/über 100 kg), Losseni Kone (Hamburg/über 100 kg)