Weltmeister Patrick Hausding ist perfekt in seine Rekord-Mission gestartet und hat dem deutschen Wassersprung-Team das erste Gold der Heim-EM beschert.

Der 25-Jährige gewann in seiner Heimatstadt Berlin vom Ein-Meter-Brett mit 428,65 Punkten vor dem Russen Jewgeni Kusnezow (422,40) und dem Franzosen Matthieu Rosset (420,10).

Hausdings Berliner Vereinskollege Oliver Homuth, im vergangenen Jahr in Rostock noch EM-Dritter, belegte den fünften Rang (394,05).

„Am Ende wurde es nochmal knapp, da hatte ich ein bisschen Bammel. Aber ich denke, dass ich ein würdiger Europameister bin“, sagte der Synchron-Weltmeister vom Turm, der sich nach seinem Triumph eine Batman-Mütze aufgesetzt hatte. „Batman kann fliegen, ich anscheinend auch“, sagte Hausding augenzwinkernd.

Bei vier noch ausstehenden Starts kann Hausding seinen EM-Rekord von 2010 mit fünf Medaillen einstellen. „Ich hoffe noch auf ein paar Medaillen“, sagte Hausding, der am Mittwoch im Turm-Synchronspringen mit Partner Sascha Klein als haushoher Favorit an den Start geht.

Bundestrainer Lutz Buschkow war stolz auf seinen Vorspringer, der sich vom Ein-Meter-Brett eigentlich gar nicht qualifiziert hatte: „Das ist nicht seine Hauptdisziplin, deswegen ist das eine super Sache.“

Für Hausding, der in seiner Nebendisziplin international erstmals ganz oben auf dem Treppchen stand, reichte es trotz zwei schwächerer Sprünge im dritten und letzten Durchgang zum Sieg. Da gab es ein paar Wackler, aber insgesamt wurde ich für meinen guten Wettkampf belohnt“, sagte der neunmalige Europameister.

Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) war es nach dem Titel für Freiwasserschwimmerin Isabelle Härle über fünf Kilometer das zweite Gold der Schwimm-EM.

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