Der Deutsche Turner-Bund (DTB) bietet den ukrainischen Riegen beim Weltcup-Turnier in Cottbus angesichts des russischen Überfalls auf ihr Heimatland Hilfe an. „Wir sichern unsere Unterstützung sowohl organisatorisch als auch in psychologischer Hinsicht zu. Wir sind diesbezüglich im Austausch“, erklärte DTB-Präsident Alfons Hölzl.

Die Delegation aus der Ukraine war am Dienstag noch vor dem Beginn der russischen Angriffe nach Cottbus gereist. Nach derzeitigem Stand wird das Team mindestens bis Montag in der Lausitz bleiben. Da eine geordnete Rückreise derzeit unmöglich ist, wird die Delegation wahrscheinlich direkt zum nächsten Weltcup-Turnier am kommenden Wochenende in Doha/Katar weiterreisen.

Trotz der schweren psychischen Belastungen erturnten sich die beiden Riegen insgesamt acht Finalplätze, überragender Athlet in der Qualifikation war dabei Ilja Kowtun. Der Bronzemedaillen-Gewinner im Mehrkampf bei den letztjährigen Weltmeisterschaften im japanischen Kitakyushu erreichte am Boden, am Pauschenpferd, am Barren und am Reck den Endkampf. Ein russisches Team geht in der Lausitz-Arena nicht an die Geräte.