Therese Johaug stürmte wie in allerbesten Zeiten ins Ziel und stieß ihren berühmten spitzen Jubelschrei aus: Norwegens Star-Skilangläuferin hat beim Heimspiel ihren ersten Sieg seit genau 1000 Tagen gefeiert. In Lillehammer triumphierte die Rückkehrerin und viermalige Olympiasiegerin über 10 km im freien Stil und unterstrich ihre Titel-Ambitionen für die WM in Trondheim ab Ende Februar.
Johaug: Letzter Sieg im März 2022
Die 36 Jahre alte Johaug, die zuletzt im März 2022 im Weltcup gesiegt hatte, lag nach 25:16,4 Minuten in ihrem drittem Rennen nach dem Comeback 11,4 Sekunden vor ihrer Landsfrau und alten Rivalin Heidi Weng. Für Johaug, die zudem das Gelbe Trikot der Weltcup-Führenden übernahm, war es der 83. Karrieresieg. Astrid Öyre Slind machte einen norwegischen Dreifacherfolg perfekt.
„Ich bin so glücklich“
„Oh, mein Gott! Ich bin so glücklich. Ich wusste, dass ich in guter Form bin, aber es muss auch alles zusammenpassen. In Kuusamo tat es das noch nicht, aber heute habe ich zurückgeschlagen“, sagte Johaug.
In Finnland hatte Johaug im Klassik-Zehner als Zweite 46 Sekunden hinter Schwedens Topstar Frida Karlsson gelegen, diesmal kassierte Karlsson als Vierte ebenfalls 46 Sekunden Rückstand
Carl fährt in die Top Ten
Als beste Deutsche belegte Victoria Carl (Zella-Mehlis) Platz neun. Katharina Hennig (Oberwiesenthal), mit Carl 2022 in Peking Teamsprint-Olympiasiegerin, kam hinter Pia Fink (Bremelau/16.) als drittbeste DSV-Starterin auf Platz 21.
Johaug hatte ihre Laufbahn eigentlich im März 2022 beendet, entschied aber nun, mit Blick auf die Heim-WM 2025 ein Comeback zu wagen. In Trondheim gehört die 14-malige Weltmeisterin spätestens jetzt zu den Topfavoritinnen.
Moch bester DSV-Athlet
Bei den Männern sorgte Friedrich Moch als Siebter bei einer Machtdemonstration der Norweger für das erste deutsche Top-Ten-Ergebnis des WM-Winters. Martin Löwström Nyenget führte einen Sechsfachsieg des Teams Norge an, das zehn Läufer unter die besten 13 brachte.
Moch (Isny) lag als bester Nicht-Norweger 40,1 Sekunden zurück, zweitbester Deutscher war Florian Notz (Römerstein) auf Platz 23.