Alarmstrufe Rot bei den besten Surfern der Welt: Ein Wettbewerb der World Surf League (WSL) musste am Montag vorübergehend unterbrochen werden, nachdem ein australischer Fotograf im Wasser mutmaßlich von einem Seelöwen in den linken Fuß gebissen wurde. Nach dem Vorfall vor Raglan auf der Nordinsel von Neuseeland sei ein „Code Red“ ausgelöst worden, berichtete WSL-Vizepräsident Renato Hickel.

Olympiasieger Italo Ferreira und sein brasilianischer Landsmann Yago Dora, der bei den Olympischen Spielen 2024 für ein spektakuläres Foto gesorgt hatte, duellierten sich gerade im Halbfinale, als sich der Angriff ereignete. Beide hätten die Szene verfolgt und seien „sehr mitgenommen gewesen“, sagte Hickel. Er ergänzte, der Arzt, der den Fotografen behandelt habe, „neigte zu der Annahme, dass es ein Seelöwe und kein Hai war“. Ferreia gewann den Wettkampf schließlich nach der Wiederaufnahme.

Nach Angaben von Hickel wurde ein „Code Red“ überhaupt zum ersten Mal erstmals bei einem Wettbewerb der World Surf League ausgelöst. Das Sicherheitsprotokoll war eingeführt worden, nachdem der australische Surfer Mick Fanning in Jeffreys Bay in Südafrika von einem Hai angegriffen worden war. Fanning sagte damals, es sei ein „Wunder“ gewesen, dass er den Angriff unverletzt überstanden habe, nachdem er den Hai auf den Rücken geschlagen hatte.