Leichtathletik-Präsident Sebastian Coe darf über das Alterslimit hinaus im Internationalen Olympischen Komitee verbleiben. Die IOC-Mitglieder stimmten für die Verlängerung des Status des Briten, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert. Coe bleibt damit im Kreis der derzeit 104 IOC-Mitglieder bis zu seinem Ausscheiden an der Spitze des Weltverbandes World Athletic.
„Ich bin geehrt, diese Verlängerung bekommen zu haben, und ich freue mich sehr auf meinen 70. Geburtstag“, sagte Coe nach der eindeutigen Abstimmung (77 Ja-, 6 Nein-Stimmen) bei der Vollversammlung am Donnerstag in Lausanne.
Der zweimalige Leichtathletik-Olympiasieger und Chef-Organisator der erfolgreichen Sommerspiele von London 2012 hatte im vergangenen Jahr einen Anlauf genommen, seinen langjährigen Weggefährten Thomas Bach an der Spitze des IOC zu beerben. Seine Kandidatur scheiterte, Kirsty Coventry wurde als erste Frau ins Amt gewählt.
Coe hatte sich als Gegenspieler von Coventry in Stellung gebracht, unterstützt die Simbabwerin mittlerweile aber öffentlich. Die Entscheidung, die Athleten erstmals in der IOC-Geschichte direkt an den Einnahmen der Organisation zu beteiligen, nannte er „einen historischen Moment“. Coe selbst war in diesem Punkt mit dem Leichtathletik-Weltverband vorgeprescht und hatte bei den Sommerspielen 2024 in Paris Medaillenprämien vergeben.
Das Alterslimit im IOC gibt es seit 1999, mit 70 Jahren scheiden die Mitglieder für gewöhnlich aus. Über eine Verlängerung muss die Session entscheiden, zu der derzeit auch zwei Deutsche gehören: der Unternehmer Michael Mronz und Athletenvertreterin Kim Bui.