Nach einer Machtdemonstration hat Marc Márquez auf dem Sachsenring erneut den Sprint der MotoGP gewonnen und beim Großen Preis von Deutschland Kurs auf den nächsten Doppelsieg genommen. Der Weltmeister, im Vorjahr in beiden Rennen vorn, setzte sich bei einem Dreifacherfolg für Ducati vor seinem jüngeren Bruder Àlex und Fabio Di Giannantonio (Italien) durch. Márquez untermauerte damit nicht nur seinen Status als „King of the Ring“, er ist nun auch alleiniger Rekordsieger im Sprint (19).

„Alex hat hart gepusht. Ich habe versucht, konstant meine Pace zu halten“, sagte Márquez. Der 33-Jährige, der klassenübergreifend bei nur einem Start auf dem Kurs bei Hohenstein-Ernstthal nicht gewann (2024), kann dort am Sonntag (14.00 Uhr/DF1 und Sky) seinen zehnten MotoGP-Sieg holen und eine Bestmarke von Giacomo Agostini einstellen. Der Rekord-Weltmeister aus Italien ist der bislang einzige Fahrer, der in der Königsklasse zehn Siege auf einer Strecke (Imatra/Finnland) feierte.

Schon im Training am Freitag hatte Márquez die Bestzeit hingelegt, im Qualifying raste er am Vormittag mit Rundenrekord (1:19,041 Minuten) auf die Pole. Und er nutzte die gute Ausgangslage auf seinem Lieblingskurs. Der Druck durch Bruder Àlex war zwar durchgehend groß, doch der Titelverteidiger fuhr hochkonzentriert und ließ keinen Angriff zu.

Nicht am Start war Marco Bezzecchi. Gut zwei Wochen nach seinem schweren Sturz in Assen erwischte es den Italiener im Qualifying erneut. Der Aprilia-Pilot zog sich beim Abflug ins Kiesbett einen Bruch des linken Schlüsselbeins zu, Bezzecchi muss operiert werden und fehlt auch am Sonntag. Die einzig gute Nachricht für den bisherigen WM-Zweiten ist, dass nun die vierwöchige Sommerpause ansteht.

WM-Spitzenreiter Jorge Martín (Spanien/Aprilia) wurde Sechster, Di Giannantonio schob sich im Klassement an Bezzecchi vorbei. Marc Márquez ist hinter Ai Ogura (Japan/Aprilia) weiter Fünfter.