Marc Márquez ist der unangefochtene „King of Sachsenring“, dominiert beim Großen Preis von Deutschland seit Jahren. Und jetzt hat der Weltmeister beste Aussichten, das ohnehin enge Titelrennen in der MotoGP genau dort noch etwas enger zu gestalten. „Das wird jetzt schon ein richtungsweisendes Wochenende“, sagte der frühere Moto2-Weltmeister Stefan Bradl im SID-Interview, „wenn er da nochmal Punkte aufholt, dann wird es für die anderen extrem gefährlich.“
Jorge Martín (Spanien) führt die WM nach zehn von 22 Stationen mit 193 Punkten vor seinem Aprilia-Teamkollegen Marco Bezzecchi (Italien/186) an, trotz einer Zwangspause lauert Márquez (Spanien/Ducati/153) als Fünfter. „Der mag die Situation schon“, meinte Bradl zur Verfolgerrolle. „In Assen war das logischerweise für ihn ein schwieriges Wochenende, wo er aber doch ganz gut rausgekommen ist, also ein paar Punkte gemacht hat. Aber jetzt am Sachsenring ist er seit langer Zeit eher mal wieder in der Favoritenrolle, wo er eigentlich abliefern muss.“
Die „größte Frage“ sei, ob Aprilia „Marc Márquez am Sachsenring Paroli bieten“ könne, so Bradl. Denn solange der siebenmalige MotoGP-Champion „Rennen gewinnen und einfach mit der jetzigen Generation mithalten und fighten kann, dann ist das für ihn eine große Genugtuung und automatisch, wenn das der Fall ist, ist er natürlich gefährlich“, meinte Bradl, der einst als Teamkollege des 33-Jährigen für das Honda-Werksteam im Einsatz war. Márquez möge es, dass er „den Jäger spielen und mit seiner Erfahrung dann auch ein bisschen abwarten kann“.
Und wer wird Weltmeister 2026? „Mein Tipp, auch wenn es ein bisschen langweilig ist: Marc Márquez“, so Bradl.