Mick Schumacher geht seinen historischen Auftritt bei den 500 Meilen von Indianapolis mit Ehrfurcht an – will das „Greatest Spectacle in Racing“ aber auch genießen. „Ich freue mich sehr auf den Renntag“, sagte der 27-Jährige vor dem Qualifying auf dem Kurs im US-Bundesstaat Indiana: „Ich bin in Le Mans gefahren, war mit der Formel 1 in Monaco. Was mir noch fehlt, ist das hier.“
Die Indy 500 gelten gemeinsam mit den 24 Stunden von Le Mans und dem Grand Prix der Königsklasse in Monaco als legendärste Rennen im Motorsport. Schumacher nahm 2021 und 2021 mit dem Haas-Team im Fürstentum teil, 2024 und 2025 startete er für Alpine in Le Mans. Seit diesem Jahr sitzt Schumacher im IndyCar des Teams RLL Honda und steuert nun auf den Jahreshöhepunkt zu: An diesem Wochenende wird das zweitägige Qualifying ausgetragen, am 24. Mai steigt auf dem 2,5-Meilen-Oval dann das Rennen – Schumacher wird dort der erste deutsche Teilnehmer seit 1923 sein.
Noch tut er sich schwer mit dem neuem Auto auf für ihn neuen Strecken. Besser als Platz 17 war Schumacher noch nicht – auf dem einzigen Ovalkurs in der bisherigen Saison überraschte er allerdings im März: Beim zweiten Saisonrennen in Phoenix/Arizona raste er im Qualifying völlig überraschend auf Startplatz vier. Im Rennen fiel Schumacher dann weit zurück.
Auf dem Indianapolis Motor Speedway tastete er sich in der Trainingswoche nun an die Eigenheiten des Kurses heran. „Wir haben mit Babyschritten losgelegt“, sagte Schumacher: „Wir hatten harte Tage, besonders der erste war nicht toll. Da habe ich mich nicht wohl gefühlt im Auto, der nächste Tag war aber schon viel besser.“ Diese langsame, stete Entwicklung sei wichtig „für mein Gefühl und für die richtigen Einstellungen am Auto. Es ist ein harter Kurs da draußen.“