Das werden die DTM-Fans nicht gerne hören.

Die Übernahme der Rennserie durch den ADAC führt bei Red Bull wohl zu einem Umdenken bezüglich des Engagements für die Saison 2023. Laut motorsport-total.com kam man in der Zentrale in Fuschl zu der Entscheidung, dass man die Beteiligung an dem mit Ferrari und dem Rennteam AF Corse betriebenen DTM-Projekt Red Bull AlphaTauri AF Corse beendet. (NEWS: Alles zur DTM)

Dies ist gleichbedeutend mit dem DTM-Aus für AF Corse. Das Team von Sportdirektor Ron Reichert wurde durch Red Bull finanziert. Dazu stellte der Energy-Drink-Konzern die Fahrer. Ferrari war dafür in den vergangenen beiden Jahren für den Rennwagen verantwortlich: den Ferrari 488 GT3 Evo. Ein Wagen ging im Red-Bull-Design an den Start, der andere war im Alpha-Tauri-Look.

Die ungewöhnliche Kooperation geht auf das Bestreben Gerhard Bergers zurück. Der Ex-DTM-Boss brachte Ende 2020 die beiden Formel-1-Rivalen zusammen und es wurde auf Anhieb eine Erfolgsstory. Gleich in der ersten gemeinsamen Saison holte man sich die Teamwertung und hatte auch in der Fahrerwertung in Person von Liam Lawson in einem denkwürdigen Saisonfinale nur knapp das Nachsehen. (SERVICE: DTM-Teamwertung)

Ex-DTM-Boss bringt Red-Bull-Aus schon vorher ins Spiel

In der Saison 2022 konnte dieser Erfolgslauf jedoch nicht fortgeführt werden. In der Teamwertung landete man am Ende nur auf Rang sieben. Als bester Fahrer belegte Nick Cassidy den 13. Platz in der WM-Wertung.

Grund dafür waren zahlreiche Überschneidungen mit anderen Rennserien. So fehlte unter anderem Cassidy beim Auftakt in Portimao und am Norisring wegen Starts in der Formel E. (SERVICE: DTM-Rennkalender)

Allerdings kommt die Entscheidung Red Bulls nicht komplett überraschend. Bereits Anfang Dezember konnte Berger ein weiteres Engagement der Österreicher nach der ADAC-Übernahme nicht garantieren.

Zwischen ihm und Red Bull gebe es eine lange persönliche Beziehung, erklärte er, weswegen er den Konzern überhaupt erst von diesem gemeinsamen Projekt mit Ferrari überzeugt habe. (ARTIKEL: ADAC setzt auf „Kernmarkt“ Deutschland)

Ob sein DTM-Aus daher auch zu einem Ausstieg Red Bulls führen könne? „Daher kann das durchaus so kommen. Diese Entscheidung liegt jetzt bei Red Bull“, ließ er im Gespräch mit motorsport-total.com damals die Zukunft offen.