Es waren brisante Worte, die Toto Wolff da vor einigen Tagen von sich gab.
Der Mercedes-Chef prophezeite vor dem Großen Preis von Mexiko in der Formel 1 einen erneuten Crash zwischen Lewis Hamilton und Red-Bull-Konkurrent Max Verstappen, sollte der Titel-Fight bis zum Ende eng bleiben. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)
„Wenn es zu einem Szenario kommt beim letzten Rennen in Abu Dhabi, in dem sie um den Titel kämpfen – wer auch immer vorne liegt, wird absolut versuchen zu tun, was in den Senna-Prost-Jahren passiert ist“, sagte Wolff kürzlich dem Guardian.
Wie einst bei den beiden Legenden Ayrton Senna und Alain Prost könne also ein vermeintlicher Unfall die WM entscheiden. „Wenn man die Titelchancen schwinden sieht, welche Möglichkeiten hast du dann noch, außer sicherzustellen, dass dich der andere nicht überholt?“, fragte Wolff noch.
Hamilton widerspricht Wolff klar
Hamilton hat dem nun eine klare Absage erteilt. Er wolle den Titel nur fair gewinnen. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)
„Ich habe auf diese Weise noch nie eine WM gewonnen und ich würde es auch nicht wollen“, sagte er vor dem Rennwochenende in Mexiko. Er machte sowohl den Formel-1-Fans als auch Verstappen ein Versprechen: „Ich bin hier, um auf die richtige Art zu gewinnen und das ist mit bloßem Geschick, Überzeugung und harter Arbeit.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)
Selbst wenn man verliere, müsse man auf die richtige Weise verlieren, mit „Anstand und in dem Wissen, dass du alles gegeben hast.“ Mehr könne man nicht tun.
Bisher hat es in der laufenden Saison einmal zwischen dem Rekordchampion und dem Herausforderer von Red Bull gekracht. In Monza schieden beide aus. Zuvor hatte Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas Verstappen im Regen von Ungarn abgeräumt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)
Hamilton stichelt gegen Verstappen
Angesprochen auf den Ausraster, den sich der Niederländer in Form eines Mittelfingers sowie des Kraftausdrucks „blöder Idiot“ kürzlich leistete, betonte Hamilton, dass man sich mit gegenseitigem Respekt begegnen sollte. „Es schauen uns Kinder zu, die bei uns Inspiration und Orientierung suchen. Aber es wurden einige Dinge gesagt, die definitiv nicht gut für kleine Kinder sind“, erklärte Hamilton und fügte hinzu: „Ich selbst versuche einfach positiv und ruhig zu bleiben und einfach respektvoll gegenüber den Fahrern zu sein, gegen die ich kämpfe.“
Hamilton liegt vor dem 18. Saisonrennen zwölf Punkte hinter WM-Spitzenreiter Verstappen. In Mexiko-Stadt kommt die Höhenlage Red Bull entgegen, das durch einen etwas größeren Turbolader im Honda-Motor einen Vorteil besitzt.
Alles zur Formel 1 auf SPORT1.de
- Alle News zur Formel 1
- Fahrerwertung Formel 1
- Teamwertung Formel 1
- Formel 1 Kalender
- Formel 1 Liveticker