Während Max Verstappen beim Großen Preis von Belgien durch das Feld gepflügt ist und seinen neunten Saisonsieg gefeiert hat, lief das Rennen für Charles Leclerc deutlich schlechter.
Der Ferrari-Pilot schaffte es von Startplatz 15 lediglich auf den sechsten Rang – es könnte schon der vorentscheidende Rückschlag im Kampf um den WM-Titel gewesen sein. Besonders bitter: Leclerc wurde bei seiner Aufholjagd offenbar von Verstappen ausgebremst. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)
Was war passiert?
Der Niederländer riss sich bereits in der ersten Runde eine Folie von seinem Visier – und dieses sogenannte Tear-Off flog dann ausgerechnet in die Bremsbelüftung von Leclerc.
Auf TV-Bildern ist zu sehen, wie das Stück Visier auf den Ferrari des Verfolgers zufliegt.
Rauchentwicklung bei Leclerc
Zwei Runden später drückte Leclerc auf den Funkknopf. „Ich glaube, vorne rechts ist etwas Rauch“, meldete der Monegasse und fuhr an die Boxengasse.
Sein Team entfernte das Abreißvisier aus dem Bremsbelüftungskanal, um eine drohende Überhitzung zu verhindern.
Verstappen erklärte später selbst, dass er durch Flüssigkeiten irritiert wurde, die wiederum Lewis Hamiltons ausrollender Mercedes aufgewirbelt hatte. „Es war superhektisch und es war auch so viel Schmutz dabei. Ich zog also mein Tear-Off ab, weil ich kaum etwas sehen konnte“, berichtete der Weltmeister.
Laut übereinstimmenden Medienberichten überprüfte Ferrari nach dem Rennen die Onboard-Aufnahmen und ordnete das verhängnisvolle Abreißvisier Verstappen zu. „Das ist dein schlimmster Albtraum“, zeigte der Niederländer Mitleid mit Leclerc.
Doppeltes Pech für Ferrari
Für den Ferrari-Star kam es aber noch schlimmer: Kurz vor Rennende kassierte der 24-Jährige eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe, weil er beim letzten Boxenstopp das Tempolimit überschritt und mit 81,0 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer geblitzt wurde.
Der WM-Zweite fiel durch die Hypothek hinter Fernando Alonso zurück. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)
Auch dabei spielte Verstappen wohl eine Rolle. „Er war nur minimal über dem Limit. Durch das Abreißvisier, das sich in der Startphase in seiner Bremsbelüftung verfangen hat, ist der Sensor überhitzt. Dadurch mussten wir auf ein Backup-System zurückgreifen, das offenbar nicht so genau war“, erklärte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.
Alles zur Formel 1 auf SPORT1.de
- Alle News zur Formel 1
- Fahrerwertung Formel 1
- Teamwertung Formel 1
- Formel 1 Kalender
- Formel 1 Liveticker
- Formel 1 – Die Boliden für 2022