Dass Nyck de Vries bei AlphaTauri schon zwei Rennen vor der Sommerpause gefeuert wurde, sorgte für großes Aufsehen. Rekordweltmeister Lewis Hamilton bezeichnete das Vorgehen der Verantwortlichen sogar als „brutal“. All die Kritik an der frühzeitigen Entlassung kann Helmut Marko allerdings nicht nachvollziehen. „Was ist daran brutal, wenn die Leistung nicht stimmt?“, entgegnete Red Bulls Motorsportchef in einem Interview mit Motorsport-Total.com.
Marko fügte hinzu: „Wir haben ihm ja eine Chance gegeben. Und es gibt nur 20 Formel-1-Fahrer. Das kann halt nicht jeder werden.“ Unter strenger Beobachtung habe de Vries bereits ab dem vierten Saisonrennen gestanden. Dort nahm der 80-Jährige zwar „kurz ein Aufflackern“ des Niederländers wahr, dann ist das „aber leider in der Leitplanke geendet. Das hat ihn verunsichert“.
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De Vries? „Für ihn gelten andere Maßstäbe“
Auch die Tatsache, dass de Vries schon 28 Jahre alt ist, sei entscheidend gewesen.
„Darum gelten für ihn andere Maßstäbe. Er ist kein Junior mehr“, verdeutlichte Marko. „Er hat in der Formel 1 fast alle Mercedes-angetriebenen Chassis irgendwann mal getestet. Da war natürlich ein gewisses Know-how vorhanden. Aber das allein reicht nicht aus.“
Stattdessen gehe ein Ruck durch das gesamte Team, seit Nachfolger Daniel Ricciardo den AlphaTauri pilotiert: „Die haben jetzt alle ein Lächeln im Gesicht. Man sieht, mit welcher Freude die wieder am Werk sind.“
Bei seiner Rückkehr in die Formel 1 wusste Ricciardo auf Anhieb zu überzeugen. Der Australier beendete den Großen Preis von Ungarn auf dem 13. Platz und war damit sowohl im Rennen als auch im Qualifying schneller als Teamkollege Yuki Tsunoda.