Michael Schumacher wurde zu seinen Hochzeiten nicht nur wegen seiner Künste auf der Strecke bewundert – im Fahrerlager wurde der Rekord-Weltmeister (sieben Titel) vor allem wegen seiner legendären Partys gefeiert, wie sein Bruder Ralf nun enthüllte.

Denn der lieferte nun interessante Einblicke in die sogenannten Schumi-Partys, die sein Bruder nach den jeweiligen Weltmeisterschaften veranstaltete.

Besonders in Erinnerung war Ralf Schumacher die Feier nach dem sechsten WM-Titel, der Schumi 2003 in Japan zu alleinigen Rekordchampion machte. Auf Bildern sieht man den damals 34-Jährigen jubelnd auf einem Gabelstapler, bekleidet mit dem Hemd seines Bruders.

Formel 1: Schumi-Partys waren „legendäre Feste“

„Ja, er hatte mein Hemd an. Ich habe mir dann ein anderes angezogen, meinen nackten Oberkörper wollte ich den Leuten ersparen“, erklärte Ralf scherzhaft im Youtube-Kanal von formel1.de. „Wir hatten viele legendäre Feste. Damals noch bei Karl-Heinz Zimmermann im Catering, das war neutraler Boden.“

„Ganz extrem“ war jedoch die Feier in Suzuka 2003, damals noch das letzte Rennen der Saison. „Da gab es dann zerrissene Hosen und so weiter, das weiß ich noch, aber das gehört einfach dazu“, erinnerte sich der heutige TV-Experte, der außerdem verriet, was es mit dem Gabelstapler auf sich hatte.

Formel 1: Schumacher mit Interview-Abbruch wegen Übelkeit

Dieser diente nämlich als Party-Taxi, mit dem einige aus dem Fahrerlager abends Richtung Hotel fuhren. „Da saß ich auch noch mit drauf“, blickte Ralf mit einem Grinsen zurück. „Das waren lustige Erinnerungen, die ich nicht missen möchte.“

„Da hat sich dann wirklich alles getroffen und das ging dann 2003 noch bis morgens um fünf Uhr“, erzählte Ralf weiter. „Das weiß ich noch, weil ich morgens noch nach Shanghai flog und das folgende Interview mehrfach abbrechen musste, weil mir so übel war. Aber es waren trotzdem schöne Zeiten.“