Die Vorwürfe wiegen schwer. Wie mehrere Medien in den vergangenen Tagen berichteten, plant Christian Horner bei Red Bull die Entmachtung von Helmut Marko – auch SPORT1 beleuchtete den Machtkampf in einem detaillierten Insider-Report.
Demnach strebt der britische Teamchef die alleinige Kontrolle über die Aktivitäten beim Formel-1-Projekt des Energydrink-Herstellers an. Dies soll auch die Verantwortung über das Nachwuchsteam Alpha Tauri, das derzeit noch dem Österreicher Marko unterstellt ist, beinhalten.
Horner selbst dementiert nun derartige Pläne. „Wir haben eine sehr starke und offene Beziehung“, sagte er der englischen Zeitung Mirror. „Natürlich gibt es ab und an Dinge, bei denen wir nicht einer Meinung sind. Aber ich denke, das gehört zu einem gesunden Miteinander dazu.“
Der 49-Jährige ging in dem Gespräch auch auf die Folgen des Todes von Dietrich Mateschitz im vergangenen Jahr für dessen langjährigen Vertrauten Marko ein.
„Für Helmut ist es jetzt ein bisschen anders, nachdem sein Freund und Kollege Dietrich gestorben ist“, erklärte Horner. „Er spielt aber weiterhin eine wichtige Rolle innerhalb des Teams. Weder ich noch irgendjemand anderes im Team hat die Absicht oder den Wunsch, dies zu ändern.“
Auch Marko hielt bei SPORT1 den Ball demonstrativ flach, als er auf die Unruhe rund um das Weltmeister-Team angesprochen wurde. „Es gab in letzter Zeit viele Spekulationen in der Presse, die man nicht ernst nehmen sollte“, sagte der Grazer. „Wir sollten jetzt alle Ruhe bewahren und an unser Kerngeschäft denken. Das ist der Sport und nicht die Politik.“
Das Thema dürfte damit aber noch nicht vom Tisch sein. Schon am kommenden Wochenende trifft sich der Formel-1-Zirkus wieder in Austin beim Großen Preis der USA.
Es ist davon auszugehen, dass die beiden Red-Bull-Bosse auch dort noch einige Fragen beantworten müssen.