Mercedes hat zum Auftakt der Formel-1-Saison 2026 ein klares Signal gesendet. Beim Grand Prix von Australien feierte das Team einen Doppelsieg durch George Russell vor Andrea Kimi Antonelli , in China legte der junge Italiener mit seinem ersten Grand-Prix-Erfolg nach – erneut vor seinem Teamkollegen. Auch das erste Sprint-Wochenende des Jahres in Shanghai ging an die Silberpfeile.

Dominanz mit Ansage

Schon vor dem Saisonstart galt Mercedes als Favorit auf beide WM-Titel. Nach zwei Rennwochenenden scheint der Weg nach Brackley zu führen. In Melbourne setzte sich Russell in einem taktisch geprägten Rennen durch , in Shanghai kontrollierte Antonelli das Geschehen und bescherte dem Werksteam den nächsten Doppelerfolg.

Die Daten aus China unterstreichen die Stärke: Im einzigen freien Training lagen beide Mercedes vorne. Selbst kleinere Probleme – etwa Russells Zwischenfall im Qualifying – änderten nichts an der grundsätzlichen Überlegenheit.

Ferrari als erster Verfolger

Ferrari präsentiert sich bislang als ernsthaftester Herausforderer. Teamchef Fred Vasseur verwies nach dem Auftakt auf einen Rückstand von acht Zehnteln in Melbourne, der sich im Verlauf des Wochenendes reduzierte. In China komplettierte Lewis Hamilton als Dritter das Podium , Charles Leclerc hielt den Druck phasenweise hoch.

Doch noch fehlt der Scuderia die Konstanz über eine komplette Distanz. Während Mercedes im Renntrimm davonzog, musste Ferrari anerkennen, dass die Silberpfeile sowohl im Qualifying als auch im Longrun derzeit das Maß der Dinge sind.

Technik-Debatte im Hintergrund

Zusätzliche Brisanz erhält das Kräfteverhältnis durch Diskussionen um das Motoren-Reglement. Im Fokus steht das Verdichtungsverhältnis der Power Units, das laut Reglement bei Umgebungstemperatur gemessen wird. Gerüchte über mögliche Anpassungen im Saisonverlauf sorgen für Unruhe im Fahrerlager.

Noch allerdings profitiert Mercedes von einem Gesamtpaket, das Motorleistung, Energierückgewinnung und Fahrwerksbalance ideal vereint. Nach zwei von vielen Rennen wirkt der WM-Zug bereits auf Tempo – und die Konkurrenz muss schnell Antworten finden.

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Markus Riderer, Jahrgang 1985, studierte Medienrecht an der Universität zu Köln. Sammelte erste journalistische Erfahrungen bei einer lokalen Tageszeitung in Tübingen. Nach einem Praktikum bei SPORT1...